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Freitag, 30. Juli 2010

15 Praktische Tipps für die letzten 10 Tage des Ramadan

Die letzten zehn Tage bzw. Nächte im Ramadan besitzen eine besondere Bedeutung im Islam, über die man sich als Muslim bewusst sein sollte. In dieser Zeit hat der Muslim eine der wenigen außerordentlichen Möglichkeiten Allah noch näher zu kommen und seine Frömmigkeit und Gottesfurcht zu steigern. Hierbei spielen die vermehrten Gottesdienste und das Lesen des Korans eine entscheidende Rolle.
In den letzten zehn ungeraden Nächten befindet sich auch die Lailat-ul Qadr (Die Nacht der Bestimmung). Sie wird in der Offenbarung Allahs „besser als tausend Monate“ (Al-Qadr:3) bezeichnet. Jede gottesdienstliche Handlung und gute Tat, die in dieser Nacht durchgeführt wird, ist bedeutender und mit mehr Belohnung gesegnet als dieselben Anstrengungen außerhalb dieser Zeitspanne. Ist das für einen Gläubigen nicht Motivation genug?
Unser geliebter Prophet Muhammad (s), zeigte gerade in den letzten Tagen des Ramadan eine besondere Anstrengung in seiner Hingabe zu Allah, dem Erhabenen. Er (s) sagte: „Wer in der Lailat-ul Qadr mit (festem) Glauben und in der Hoffnung auf Belohnung betet, dem werden all seine vorherigen Sünden vergeben.“ (Buhari und Muslim)
Im Folgenden haben wir einige praktische Ratschläge und Empfehlungen zusammengestellt, die im letzten Drittel der Ramadannächte durchgeführt werden können.
Zudem bitten wir euch darum, dass ihr in dieser besonderen Zeit nicht vergesst für die Bedürftigen in der Welt und für die Arbeit von muslimehelfen auf tiefsten Herzen Dua zu machen!
Möge Allah uns alle befähigen unsere Anstrengungen in diesem Sinne zu vermehren und eine weitere Tiefe im Glauben zu erlangen. Amin.

1. Frei nehmen für Allah

Wir sind es gewohnt für unterschiedliche Dinge im Leben von der Arbeit frei zu nehmen oder Urlaub zu machen. Nimm’ dir doch mal für Allah von der Arbeit und dem Alltag frei. Diesen freien Tag bzw. solche freie Tage oder Nächte, solltest du dann möglichst ausschließlich für Gottesdienste und die Hingabe zu unserem Herrn reservieren. So muss man am nächsten Tag nicht früh aufstehen und arbeiten und kann zusätzliche Gottesdienste bis in die Nacht hinein durchführen. In dieser freien Zeit kannst du natürlich auch für Itikaf machen.

2. Itikaf durchführen

Vielleicht ist es dir ja möglich die gesamten letzen zehn Tage des Ramadan im Itikaf zu verbringen. Zehn Tage und Nächte in der Moschee einmal im Jahr werden deinen inneren geistigen Zustand verbessern und deine Seele wird diese Zeit, die man in der Hingabe (durch Dhikr, Gebete, Koranlesen u.ä.) zu seinem Herrn verbringt, genießen.
Somit folgst du zugleich dem Beispiel unseres geliebten Propheten (s). Wer sich zum Itikaf zurückzieht, bleibt die gnaze Zeit in der Moschee und vollzieht unterschiedliche Formen des Dhikr wie z.B. rituelle Gebete (salah), Rezitation und Studium des Koran usw. Diese Personen gehen zudem - außer in Notfällen - nicht aus der Masdschid hinaus und schlafen während des Itikafs in der Moschee. Die Familien oder die Moscheeleitung versorgen dann normalerweise diese Gläubigen im Itikaf mit Essen.
Auch ein Itikaf, der kürzer andauert, wie z.B. eine Nacht, ein Tag oder weniger als zehn Tage bzw. Nächte kann durchgeführt werden.

3. Spezielles Dua sprechen

Es gibt ein besonderes Bittgebet für die Lailat-ul Qadr. Aischa (r.a.), die Frau des Propheten (s), fragte einmal den Gesandten Allahs (s): „’O Gesandter Allahs, wenn ich weiß, wann die Lailat-ul Qadr ist, was sollte ich dann in ihr sagen?’ Er sagte: Sprich: Allahumma innaka ’afuwwun tuhibbul ’afwa fa’fu ’anni - O Allah, du bist der Vergebende, und du liebst die Vergebung. Drum vergib mir.” (Ahmad, Ibn Madscha und Tirmidhi)

4. Koran rezitieren

Die Offenbarung des Korans begann in der Lailat-ul Qadr. So macht es Sinn in diesem Zeitraum die Erläuterungen und Übersetzungen der Suren und Passagen, die man oft im (Tarawih-) Gebet liest, zu studieren. Diese Zeit ist jedenfalls eine ideale Gelegenheit sich auf die unterschiedliche Weise mit dem Koran zu beschäftigen.

5. Sünden auslöschen lassen

Bitte besonders in den Nächten des letzen Drittels im Ramadan um die Vergebung und Auslöschung deiner Sünden. Denn der Prophet Muhammad (s) sagt: „…Und wer immer - aus dem Glauben heraus und aus der Hoffnung auf den Lohn Allahs – die Lailat-ul Qadr im Beten verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben.“ (Bukhari und Muslim)
Rezitiere hier nicht nur kurzen Suren, die du kennst. Versuche deine Gebete, die du allein betest, länger, tiefer und bedeutungsvoller zu gestalten. Wenn du nur kurzen Suren kennst, lies vorher die Übersetzung und die Kommentare dazu und verrichte deine Gebete, indem du über die Botschaft dieser Suren nachdenkst.
Dies ist eine segensreiche Art und Weise, um die Konzentration im Gebet zu fördern. Diese Vorgehensweise wird uns selbst in den übrigen täglichen Gebeten, in denen viele von uns unruhig und/oder leicht abgelenkt werden, Nutzen bringen.

6. Persönliche Dua-Liste zusammenstellen

Frage dich, was du wirklich von Allah erbitten willst. Stelle eine Liste von Punkten zusammen, ganz gleich ob sie mit dem Diesseits oder Jenseits zu tun haben. Führe auch Angelegenheiten auf, auch wenn sie dir gering erscheinen mögen. Denn Allah mag es, wenn wir Ihn um etwas bitten, auch wenn es eine „Kleinigkeit“ ist. Nachdem diese Liste fertig erstellt ist, kannst du folgendes tun:
  • Allah bitten, dass Er dir diese Dinge gibt.
  • Darüber nachdenken, welche Schritte du unternehmen musst, damit du sie erlangst.
  • Einen Arbeitsplan entwickeln, wie du diese Dinge anstrebst und du sie von Allah erhältst.

7. Lange, aufrichtige Duas aus dem tiefsten Herzen machen

Die besten Zeiten dafür sind im letzten Drittel der Nacht. Ein Hadith von Abu Huraira (r.a.) lautet dazu: „Der Gesandte Allahs (s) sagte: ‚Unser Herr, Segensreich und Erhaben sei Er, kommt jede Nacht, und zwar im letzten Drittel zum unteren Himmel hinunter und sagt: ‚Wer ruft Mich an, damit Ich ihn erhöre? Und wer verlangt (etwas) von Mir, damit Ich es ihm gebe? Und wer bittet Mich um Verzeihung, damit Ich ihm verzeihe?’“ (Muslim und Buhari)
Dies würde in der Praxis heißen, dass du z.B. ca. eine Stunde vor der Zeit des Sahurs aufstehst, um von Allah alles das zu bitten, was erwünscht und erlaubt ist. Dieses kann man mit Duas, die in der Sunna zu finden sind, unternehmen, aber auch in der Sprache und mit der Formulierung, die man selbst wählt. Einzige Voraussetzung bei dieser Vorgehensweise ist die eigene Aufrichtigkeit und die Überzeugung, dass Allah die Bittgebete erhört.

8. Sich selbst zur Rechenschaft ziehen

Ziehe dich selbst zur Rechenschaft und stelle dir Fragen, die du für dich beantworten solltest. Überprüfe wo du im Leben islamisch gesehen, stehst und wohin deine Lebensreise dich hinführt. Dabei sollte dir das Gute, was du in deiner Durchsicht entdeckst, Freude bereiten und Dank an Deinen Schöpfer hervorrufen. Für das Schlechte, was du an dir bemerkst und du getan hast, solltest du hingegen Reue empfinden. In diesem Gefühlszustand wird es dir leichter fallen bei Allah um Vergebung zu bitten und Bittgebete zu sprechen.

9. Iftar mit der Familie machen

Falls du unter der Woche keine Zeit, aufgrund von Arbeit und Beschäftigung für den Iftar mit der Familie findest, dann solltest du versuchen wenigstens in den letzten zehn Tagen des Ramadan am Iftar-Tisch mit deinen Kindern und deinem Ehepartner zu sein. Da es das letzte Drittel des Ramadans ist, solltest du besonderen Wert darauf legen, diese Zeit mit deiner Familie zu verbringen.

10. Familie zum Tarawih in die Moschee mitnehmen

Wenn deine Kinder und dein Ehepartner die Tarawihgebete verpasst haben sollten, weil sie keine Mitfahrtmöglichkeit zur Moschee hatten, dann tue ihnen den Gefallen und nimm’ sie in dieser Zeit alle zur Moschee bzw. zu verschiedenen Moscheen mit.

11. Jeden Abend ein Dua auswendig lernen

Diese Duas, die du auswendig lernst, müssen nicht sehr lang sein. Es reicht aus, wenn sie auch nur eine Zeile sind. Achte aber darauf, dass du, mindestens grob weißt, welche Bedeutung sie besitzen. Hier findest du einige Duas.
Du kannst die Duas auf Karteikärtchen aufschreiben und sie tagsüber mit dir tragen. So kannst du sie immer wieder herausholen und versuchen sie dir zu merken. Am Abend kannst du das auswendig gelernte laut aufsagen.

12. Am Dua al-Khatm teilnehmen

Die Dua für die Khatm ist die, die nach dem vollständigen Abschluss der Koranlesung üblicherweise in den Moscheen unternommen wird. In manchen Moscheen wird der Koran auch vollständig in den Tarawihgebeten gelesen. Es mag sein, dass das Lesen des letzten Koranabschnitts in eine der ungeraden Nächte der letzten Ramadantage fällt. Wenn dies der Fall sein sollte, kannst mit deiner Familie an so einem Tarawihgebet teilnehmen und dich an dem Bittgebet dafür beteiligen.

13. Buch über das Leben des Propheten (s) abschließen

Das Lesen der Biographie über den Propheten Muhammad (s) kann ein Mittel zur Steigerung zur Liebe zum Propheten (s) sein. Im Leben des Gesandten Allahs (s) wirst du sehen, wie er (s) sich für den Islam um Allahs Willen eingesetzt hat. Dies kann dich wiederum motivieren, dass du dich in den letzten zehn Tagen noch mehr anstrengst. Das Studium der Sira wird dir zudem klar machen, dass die muslimische Gemeinschaft auf Opferbereitschaft aufgebaut ist.

14. Für das nächste Jahr planen

Nachdem du eine Selbstauswertung, wie in Punkt 8. erwähnt, durchgeführt hast, kannst nun planen, was du in den nächsten 12 Monaten anstrebst. Die Lailat-ul Qadr ist eine bemerkenswerte Gelegenheit über diesen Sachverhalt nachzudenken, - ohne dabei deinen Gottesdienst in ihr zu verringern - da du hier viel mehr auf diese Dinge konzentriert bist.

15. Liste für Lailat-ul Qadr erstellen

Stelle eine Checkliste für die Lailat-ul Qadr zusammen. Diese sollte die Punkte auflisten, wie du diese Nacht, die besser als tausend Monate ist, durchführen willst. Nimm dann die notierten Punkte und ordne sie nach Priorität. Diese Liste wird dir helfen deine Zeit nicht unnötig zu vergeuden, indem du dich womöglich in irgendwelche Schwätzchen mit Leuten in der Moschee in der Lailat-ul Qadr verstrickst.
Diese hier aufgelisteten Ratschläge sind nur als Hinweise für Muslime gedacht, die die letzten zehn Tage des Ramadans sinnvoll verbringen wollen.
Möge Allah unsere Ibadaat und unsere Hingabe im Ramadan, und besonders in den letzten zehn Tagen des Ramadan, annehmen. Amin

Quelle: www.muslimehelfen.org

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