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Samstag, 31. Juli 2010

Weg zum Islam: Zainab Iman

Zainab Iman


bismillah
asalam alaikum wa ramatullah wa barakatuh,

ich bin 24 Jahre alt und mit 14 Jahren konvertiert. Muslima nenne ich mich aber erst seit zwei Jahren, da ich zu diesem Zeitpunkt begann zu beten und Hijab zu tragen. Allerdings nur Privat, weil ich Angst um meine Ausbildung hatte.
Doch eine Freundin stärkte mich und auch der Umgang mit anderen Schwestern. Also trug ich Hijab, anfangs aber noch mit Hose und langem Oberteil bis zu den Knien – astaghfirullah. Ich fühlte mich unwohl mit dieser Kleidung, aber ich hatte Angst vor den Mitschülern.
Ich machte viel Dua, dass Allah taala es mir leichter machen möge und mich stärkt. Und Subhanallah ich begann an nur noch lange und weite Röcke zu tragen und meinen „Schal“ band ich so, dass er bis über meine Brust ging.
Die Schule machte mir keine Probleme. Ich bekam einen Raum zum Beten.
Doch ich fühlte mich noch immer schlecht. Je mehr ich mich dem Islam widmete, desto mehr bemerkte ich, dass diese schulische Ausbildung nichts für mich ist. Sie ist mit dem Islam nicht vereinbar. Also entschloss ich mich dazu, diese Ausbildung abzubrechen.
Meine Familie hingegen hat super reagiert. Meine Mutter meinte: „Du musst mir unbedingt zeigen, wie du damit aussiehst.“ Als sie mich sah, sagte sie: „Das steht dir wirklich gut. Es ist so, als hättest du nie etwas andere getragen.“ Subhanallah walhamdulillah!
Auch alle anderen reagierten ganz gut. Mein Vater (den ich 22 Jahre meines Lebens nicht kannte) und meine Oma väterlichseits fanden es nicht so toll und meinten nur, dass ich dusselig sei und sie es nur akzeptieren, wenn sie nur nirgends hinkommen müssten, was mit meiner Religion zutun hat.
Subhanallah. Irgendwann fragte man mich über den Niqab aus, ob ich mir vorstellen könne, den zu tragen. Ich sagte: „Niemals!“ Aber man bat mich, nachzuforschen. Die meisten Gelehrten sagen, es sei nicht-Pflicht. Ich solle lesen und recherchieren und meine Meinung bilden. Je mehr ich las, desto mehr bekam ich Angst. Sollte der Niqab tatsächlich Pflicht sein. Ich bat darum, dass es nicht so sei – astaghfirullah.
Und ich entschied mich für die Gelehrten, die für Nicht-Pflicht waren. Nicht, weil ich davin überzeugt war, sondern, weil ich wollte, dass es keine Pflicht ist. Und damit gab ich mich zufrieden.
Vorerst.
Mir ging die Sache nicht aus dem Kopf – subhanallah! Ich begann Allah taala zu bitten, mir zu zeigen, welche Bedeckung die richtige ist. Und kurze Zeit später mochte ich den Niqab plötzlich. Dann lernte ich Niqabi-Schwestern kennen und das stärkte mich. Ich wollte auch, aber hatte Angst vor der Gesellschaft und meiner Familie.
Ich erinnerte mich, dass meine Tante meinte, Kopftuch ist ok, aber Niqab findet sie nicht in Ordnung. Wie sollte ich das sagen?
Dann entschied ich mich, zu warten, bis ich heirate. Da ich jemand starkes an meiner Seite brauchte. Und dann lernte ich auch meinen jetzigen Mann über eine Freundin (Niqabi) und ihren Mann kennen. Gleich darauf trug ich Niqab. Mein Mann fand es erst nicht toll. Aber nur, weil er sich Sorgen machte, dass die Leute denken könnten, er würde mich zwingen. Aber andererseits freute er sich, da er den Niqab als Pflicht sieht. Nun dann stand mir meine Familie bevor. Ich betete zwei Rak’a und bat Allah taala um Hilfe und das er es leicht machen soll.
Ich kam bei meiner Tante an und erklärte es. Meine Mutter meinte: „Kannst du da echt durchgucken? Gib mal her! Ah tatsächlich. Du weißt, wie ich zu deiner Religion stehe. So lange du das aus eigener Überzeugung tust und fest dahinterstehst, tu ich das auch.“ Meine Tante sagte ebenfalls, ich wisse wie sie dazu stehe und das sie das in Ordnung fände. Alhamdulillah.
Und seitdem trage ich den Niqab und will ihn gar nicht mehr ablegen. Ich höre zwar oft Sprüche und werde beim Einkaufen oder so, anders behandelt als vorher. Aber damit kann ich leben. Ich liebe Allah taala und zeige das offen.

wasalam alaikum

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