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Montag, 2. August 2010

Der Glaube an den Jüngsten Tag

Der fünfte Glaubensgrundsatz im Islam ist der Glaube an den Jüngsten Tag. Alle offenbarten Bücher und alle Gesandten Allahs haben von dem Tag des Jüngsten Gerichtes berichtet.

Jeder vernünftige und zurechnungsfähige Mensch, von Adam (a.s.) an bis zum letzten Mitglied der Menschheit, wird beim Jüngsten Gericht mit seinen guten und bösen Taten konfrontiert und zur Rechenschaft gezogen.

Wir Gläubigen sind fest davon überzeugt, daß der Tod uns nicht zum Nichts bringt, sondern daß er uns das Tor zur Ewigkeit öffnet. Der Mensch gehört eher zur Ewigkeit als zur Vergänglichkeit. Denn er besteht aus Seele und Körper. Das Vergängliche ist der Körper und nicht die Seele.

Die Seele gehört zur Ewigkeit und ist immer noch ungreifbar (nicht erforschbar), und sie wird es auch bleiben. Daher ist es unrecht zu glauben, ein Menschenleben sei nur auf das diesseitige Leben von 70-90 Jahren beschränkt.

Der Tod ermöglicht, das von der Erde „Geborgte“ wieder an die Erde abzugeben. Wie wir wissen, besteht der Körper des Menschen aus Bestandteilen, die auch in der Erde vorhanden sind. Das beweist einerseits, daß der Mensch aus der Erde erschaffen worden ist, und andererseits, daß der Körper zur Erde gehört. Aus diesem Grund werden die Leichen in allen Offenbarungsreligionen beerdigt.

Der Mensch besteht aus Seele und Körper. Der Denkende, Sprechende, Hörende ist die Seele und nicht der Körper. Die Seele trifft die Entscheidungen und trägt die Verantwortung. Es ist die Seele, die glaubt oder nicht glaubt. Letzlich kehrt sie zum erhabenen Schöpfer zurück, um sich mit der ewigen Gnade Allahs vertraut zu machen. Der endgültige Ort, an dem die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden, ist das Jüngste Gericht.

Alles außer Allah hat ein Ende, und außer Ihm werden alle Lebewesen den Tod kosten. Das Ende der Welt bzw. das Ende des Weltalls ist Qiyàmah (=die Auferstehung).


Die Auferstehung nach dem Tode

Nach dem Qur’an und dem Hadit wird eines Tages der Engel Isràfìl (Rafael) (a.s.) dem Befehl Allahs folgend in eine Posaune blasen; danach wird die Ordnung des Weltalls geändert und alle Lebewesen werden sterben.

„Und wenn ein einziges Mal in die Posaune geblasen wird, und die Erde und die Berge auf einmal hochgehoben und gegeneinander zerstoßen werden, somit wird an jenem Tag die Katastrophe (die Stunde) hereinbrechen.“ (Al-Hàqqah / 69:13-15)

Eine lange Zeit wird im Weltall absolute Ruhe herrschen. Allah, der Erhabene, wird fragen: „Wem gehört der Besitz des Weltalls?“ Da kein Lebewesen außer Ihm existieren wird, wird Er Seine Frage selbst beantworten: „Allah, dem Einzigen, dem Allmächtigen!“

Allah, der Erhabene, wird den Engel Isràfìl (Rafael) (a.s.) ein zweites Mal erschaffen und ihm befehlen, die Posaune ein zweites Mal zu blasen. Nachdem der Engel Isràfìl (Rafael) (a.s.) die Posaune ein zweites Mal geblasen haben wird, werden alle Lebewesen aus ihren Gräbern auferstehen.

„Und wird in die Posaune geblasen, werden sie sogleich aus ihren Gräbern zu ihrem Erhalter eilen.“ (Yàsìn / 36:51)

Somit wird „Ba’tu ba’da l’mawt“ (=die Auferstehung nach dem Tode) verwirklicht. Als erster Mensch wird Muhammad (s.a.s.) auferstehen:

Von Abù Hurayrah (r.a.); Allahs Gesandter (s.a.s.) sagte:

„...dann wird ein letztes Mal in die Posaune geblasen, und ich werde der Erste sein, den Allah auferstehen lassen wird.“ (Buhari, Anbiya: 35)


Das Jüngste Gericht

Alle auferstandenen Menschen, von Adam (a.s.) bis zum zuletzt Gestorbenen, werden auf dem Mahsar (=Auferstehungsplatz) versammelt. Alle werden erschöpft, erschrocken und neugierig auf das Jüngste Gericht warten. Nach einer gewissen Zeit wird jeder Mensch sein „Tatenheft“ erhalten. Diejenigen, die ihr „Tatenheft“ von der rechten Hand erhalten, werden sich freuen und sich erst dann um ihre nahen Verwandten und Freunde kümmern. Danach wird das Jüngste Gericht beginnen. Allah, der Erhabene, wird jeden Seiner Diener für seine Taten und sein Handeln zur Rechenschaft ziehen.

„Und wir werden die gerechten Waagen für den Tage der Auferstehung aufstellen. Und keiner Seele wird in irgend etwas Unrecht getan. Und wenn es nur ein Gewicht eine Senfkorns ist, werden wir es herbeibringen. Und wir genügen als Rechner.“ (Al-Anbiyà / 21:47)

Wer von den Gläubigen mehr gute als schlechte Taten hat, wird durch Allahs Gnade belohnt. Wer mehr schlechte als gute Taten hat, wird in der Hölle (=Djahannam) bestraft und erst nach der Strafe im Paradies (=Djannah) empfangen. Muhammad (s.a.s.) wird für die Sünder unter den Gläubigen bei Allah, dem Allerbarmer, seine Fürbitte vortragen.

Von Abu Hurayrah (r.a.); Allahs Gesandter (s.a.s.) sagte:

„...Und meine Fürbitte ist für diejenigen, welcher aufrichtig bezeugt, daß es keinen Gott außer Allah gibt, wobei sein Herz seine Zunge und seine Zunge sein Herz bestätigen.“
(Ahmad ibn Hanbal, Musnad, II, 307)

Die Ungläubigen werden eine bittere Strafe in der Hölle erfahren.


Das Anschauen Allahs im Paradies

Die Gläubigen werden im Paradies Allah, den Erhabenen, anschauen dürfen. Die Anschauung Allahs ist das höchste und wichtigste Ziel für uns Muslime. Möge Allah, der Erhabene, uns dies gestatten (Amin).


Das Jenseits beginnt im Grab

Das jenseitige Leben beginnt schon im Grab. Gleich nach dem Begräbnis kommen zwei Engel, welche Munkar und Nakìr heißen, und befragen den Verstorbenen nach seinem Glauben. Vor allem werden sie fragen:

„Man Rabbuka wamá d´nuka?“ - „Wer ist dein Schöpfer, dein Erhalter? Was ist deine Religion?“

Der Verstorbene wird weiter nach seinem heiligen Buch, seiner Gebetsrichtung (=Qiblah) und nach seiner religiösen Praxis befragt. Diejenigen, welche diese Befragung bestehen, werden sich schon im Grab in einem Paradiesgarten befinden. Der Gesandte Allahs, Muhammad (s.a.s.), hat einmal das Grableben beschrieben:

Von Abù Sa’ìd (r.a.); Allahs Gesandter (s.a.s.) sagte:

„Das Grab ist entweder ein Garten von Paradiesgärten oder eine Grube von Höllengruben.“
(Tirmidi; Qiyámah: 26)

Wir Muslime dürfen für unsere seelischen Verwandten und für alle Gläubigen Du’à´ machen bzw. Allah, den Allerbarmer, um Seine Gnade bitten. Damit hoffen wir, daß Allah, der Erhabene, ihnen verzeihen und ihnen Seine Gnade schenken möge, anstatt sie zu strafen.


Quelle: Aus dem Buch "Mein Leben für den Islam"

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