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Sonntag, 1. August 2010

Der Glaube an die Gesandten

Der Glaube an die Gesandten Allahs ist einer der sechs Glaubensgrundsätze im Islam. Wir Muslime glauben an alle Gesandten Allahs und machen keinen Unterschied zwischen ihnen. Von Adam (a.s.) bis zu Muhammad (s.a.s.) alle haben grundsätzlich die selben Glaubensartikel verkündet und im Namen Allahs, des Allgütigen, eine gerechte Weltordnung hergestellt.

Allah hat Seine menschlichen Boten zu den Menschen, Seinen verantwortungsvollen Dienern gesandt, um ihnen den geraden, den richtigen Weg zu zeigen bzw. Seinen Willen mitzuteilen. Er hat sie manchmal unmittelbar angesprochen, aber sich meistens durch Gibrìl (Gabriel) (a.s.) offenbart. Während der Erfüllung ihrer Berufung konnten sie mit Erlaubnis Allahs Wunder zeigen.


Nabì und Rasùl

Das Wort „Bote“ drückt man auf Arabisch auf zweierlei Art aus:

a) Rasùl (=Gesandter): Der Bote Allahs, der offenbartes Buch erhielt und mit ihm zu den Menschen gesandt wurde, heißt Rasùl; z. B.: Adam, Idrìs, Sit, Ibràhìm, Mùsà, Dàwùd, ‘Isà, Muhammad (s.a.s.).

b) Nabì (=Prophet): Der Bote Allahs, welcher der bisher bekannten Sarì’ah (=Gesetzgebung) folgte und sie verkündete, ohne selbst ein neues Buch erhalten zu haben, heißt Nabì; z. B.: Nùh, Hùd, Ismà’ìl, Ya’qùb, Hàrùn, Ayyùb, Yahyà (a.s.).

Jeder Gesandter (=Rasùl) ist auch ein Prophet (=Nabì).


Das Prophetentum ist kein Verdienst

Die Gesandten, aber auch die Propheten, waren in jeder Hinsicht die besten Menschen in ihrer Gesellschaft. Das heißt nicht, daß ein guter Mensch durch seine Aufrichtigkeit oder durch seine Bemühungen berechtigt sei, er das Prophetentum zu erwerben. Das Prophetentum ist ein göttlicher Auftrag. Allah, der Erhabene, hat nach Seinem Willen die Gnade des Prophetentums jenen anvertraut, die Er ausgesucht hat. Das heißt, daß das Prophetentum nicht als ein Amt zu verdienen oder zu erwerben ist, sondern es ist ein göttlicher Auftrag, der ehrerbietig zu übernehmen und zu erfüllen ist.


Die Eigenschaften der Boten Allahs

Die Gesandten Allahs, sowie Seine Propheten waren ganz normale Menschen wie „Du“ und „ich“. Sie sind auf die Welt gekommen, haben ihr Leben vorbildhaft erfüllt und sind zum Erhabenen, einzigen Schöpfer zurück gekehrt. Natürlich haben sie ein irdisches Leben gelebt, in dem sie gegessen, getrunken, geschlafen haben. Mit Ausnahme von ‘Isà (a.s.), haben alle geheiratet und den Lebensunterhalt für ihre Familien verdient. Andererseits haben sie keine Sünde begangen, nie gelogen, niemanden Unrecht getan. Ihre geistig-moralische Reife ist mit anderen Menschen nicht zu vergleichen. Allah, der Erhabene, hat alle Seine Gesandten und Propheten vor bestimmten menschlichen Schwächen geschützt.

Die Boten Allahs hatten folgende Eigenschaften:

- ‘Ismah
Die Boten Allahs waren sowohl vor als auch während der Berufung von Unglauben und Sünden frei. Sie haben nichts getan, was mit dem Prophetentum unvereinbar ist. Wenn manche sehr selten nur einen kleinen Fehler gemacht haben, so ist dies gleich durch die Offenbarung korrigiert worden.

- Sidq
Die Boten Allahs haben ehrlich und recht gesprochen. Man darf auch sich nicht einfallen lassen, daß sie gelogen haben könnten. Allah hat seine Gesandten mit Wundern unterstützt und dadurch bestätigt, daß sie ehrliche, wahre und tugendhafte Boten gewesen sind.

- Amànah
Die Boten Allahs waren vertrauenswürdige und absolut zuverlässige Menschen. Sie waren so wohl bei der Erfüllung ihrer Aufgaben als auch bei ihren alltäglichen Handlungen ehrliche und zuverlässige Boten. Allah, der Erhabene, hat selbstverständlich Seine Gnade der Rechtleitung (Wegweisung) denen anvertraut, die sich für diese Aufgabe würdig erwiesen haben.

- Fatànah
Die Boten Allahs waren gescheite und vernünftige, kurz: weise Menschen. Ihr Verstand, ihr Gedächtnis und ihr Logik waren außerordentlich stark ausgeprägt. Sie verfügten über die Fähigkeit, die Menschen von der Einzigkeit Allahs zu überzeugen. Obwohl das Prophetentum eine segensvolle Berufung war, bereitete es auch sehr viele Schwierigkeiten. Daher hat Allah Seine geeigneten Diener für diese besonderen Aufgaben ausgesucht.

- Tablìg
Die Boten Allahs haben die Offenbarung genauso weitergegeben, wie sie sie erhalten haben. Sie haben weder ein Wort hinzugefügt noch eines weggelassen. Sie haben auch kein Wort von dem offenbarten Buch vergessen bzw. verschwiegen. Sowohl den Herrschern als auch den Bürgern gegenüber haben sie die Gebote und Verbote Allahs offenkundig verkündet.


Die Zahl der Gesandten

Wir wissen, daß Allah, der Erhabene, jeder Nation und jedem Volk Seine Boten gesandt und Seine Einheit verkündet hat. Im Qur’an heißt es:

„...Wir straften kein Volk, ohne einen Gesandten zu ihm geschickt zu haben.“ (Al-Isra / 17:15)

An einer anderen Stelle des Qur’an lernen wir, daß Allah uns von manchen Seiner Gesandten berichtet und von manchen nicht berichtet hat. Folgende Gesandten sind im Qur’an genannt: Adam, Idrìs, Nùh, Hùd, Sàlih, Lùt, Ibràhìm, Ismà’ìl, Ishàq, Ya’qùb, Yùsuf, Su’ayb, Hàrùn, Mùsà, Dàwùd, Sulaymàn, Ayyùb, Du l-Kifl, Yùnus, Ilyàs, Al-Yàsa, Zakariyyà, Yahyà, ‘Isà, Muhammad (s.a.s.).

Muhammad (s.a.s.) ist Allahs Gesandter und der letzte der Propheten Allahs, der Erhabene, hat ihn als Gnade an alle Menschen und für alle Zeiten gesandt. Mit ihm wurde die Offenbarung (=Wahy) vollendet.

„Heute habe ich für euch eure Religion vollendet und habe euch als meine Gnade vervollständigt. Ich habe für euch den Islam als Religion wohl festgelegt.“ (Al-Mà’idah / 5:3)

Alhamdulillàh, wir glauben an alle Boten Allahs und machen keinen Unterschied zwischen ihnen. Im besonderen sind wir verpflichtet, der Botschaft und Überlieferung von Muhammad (s.a.s.) zu folgen.


Quelle: Aus dem Buch "Mein Leben für den Islam"

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