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Montag, 18. Oktober 2010

Der Preis eines Apfels





Wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Gutes tut, der wird es dann sehen.
[Quran 99:7]

Und wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Böses tut, der wird es dann sehen.
[Quran 99:8]


Ein junger Mann war auf einer längeren Reise. Nach einigen Tagen wandern war er ziemlich müde und beschloss in einem nahen Apfelbaumwäldchen zu rasten. Als er die reifen Äpfel sah, konnte er nicht widerstehen, pflückte sich einen und biss herzhaft hinein. Ihm fiel jedoch nach dem ersten Bissen die Geschichte ein, die ihm einmal Imam erzählte. Adam und der Apfel, und der eine Bissen. Er stand auf uns sah sich um, das Wäldchen sah zu gepflegt aus als ob es wild von selbst gewachsen wäre. 'Allah Karim, was wenn dieser Wald jemand gehört, und ich diesem nun einen Bissen eines seiner Äpfel gestohlen habe.' Gewissenhaft wie er war, suchte er den Besitzer des Wäldchens, bis er auf einen Bauern traf. 'Salam Aleikum Bruder, sag, wem gehören die Apfelbäume hier?' 'Sie gehören einem Scheikh, du findest sein Haus direkt hinter dem Berg dort.' Der junge Mann machte sich auf dem Weg. Der Berg war aber weiter entfernt als es aussah, und erst nach einem Tagesmarsch, während der Mittagshitze kam er bei ihm erschöpft an.

Er klopfte an der Tür und ein älterer, aber großer und beeindruckender Mann öffnete ihm die Tür. 'Salam Aleikum, ich suche den Scheikh dem der Apfelbaum an der Straße gehört.' 'Aleikum Salam wa Rahmatullah, ich bin der den du suchst, aber tritt erst ein mein Freund, du siehst erschöpft aus, komm und trink mit mir einen Tee.' Der junge Mann trat ein und war froh das dieser Scheich gastfreundlich war. 'Sprich mein Freund, was führt dich zu mir?'

'O Scheich, ich bin hergekommen weil mich mein Gewissen plagt. Der Koran lehrt uns das jedes Staubkorn an gutem oder bösem Vergolten wird. Ich habe während meiner Heimreise von einem deiner Äpfel gebissen,' und zeigte ihm den Apfel, 'und bitte darum um Vergebung.' Sicher hätte dieser Mann nicht gedacht das es so ehrliche Menschen gibt. Aber der Scheich sah ihn sehr nachdenklich und streng an. Nach einer Weile des Schweigens, in der sich der junge Mann immer weniger wohl fühlte, sagte der Scheich zum jungen Mann: 'Soso, du bist also einen Tagesmarsch gelaufen in dieser Hitze nur damit ich dir für einen Bissen verzeihe. Und das soll ich dir glauben?' 'Ja, Scheich!' Der Scheich sah in weiter tiefgründig an. 'Gut, ich verzeihe, du musst jedoch etwas dafür tun!' 'Alles was ich zu tun vermag, Scheich.' Und dachte an nichts anstrengendes, einen Tag später nach hause zu kommen war sicher nicht schlimm. 'Du musst meine Tochter heiraten.' Die Augen des jungen Mannes weiteten sich. 'Was? Deine Tochter heiraten? Aber, das geht doch nicht!' 'Du sagtest alles was du zu tun vermagst, oder irre ich mich? Allah wird alles vergelten was nicht vergeben ist, also?' Da dachte sich der junge Mann: 'Ich gab ihm mein Wort'. 'Einverstanden, dann heirate ich deine Tochter.' 'Gut, aber eines musst du wissen. Meine Tochter ist blind.' 'Wie bitte? Ich kann doch keine blinde Frau heiraten.' 'Wer will hier um Vergebung bitten, ich oder du?' Er dachte an die Sünde, und was ihn wohl erwartet wenn sie nicht vergeben wird, da ist ein Leben mit einer blinden Frau sicher besser. 'Nun gut, wenn es Allahs Wille ist.' 'Ach ja, ich vergaß zu erwähnen das sie auch taub ist.' 'Das wird ja immer besser', denkt er sich. 'Und diese Frau soll ich heiraten? Wie soll ich mit ihr reden?' 'Red doch mal mit Malik, dem Engel. Oder mit meiner Tochter.' Malik, einer der mächtigsten Engel, der Hüter der Hölle dem kein Mensch freiwillig begegnen will. Jeder der in die Hölle kommt wird von Malik am Schopf gepackt und gefragt „Hat man dir denn keinen Propheten geschickt hat der euch warnte?“ Dann doch besser die Frau!

'Ok, ich werd es auf mich nehmen. Hat sie sonst noch was?'
'Gut dass du fragst. Ja, sie spricht nicht und kann auch nicht laufen. Aber sie wird sich freuen endlich einen Ehemann gefunden zu haben. ' Das war zuviel für den jungen Mann. 'Das soll eine Frau sein? Ich bin noch jung und will auch was vom Leben habe, mit solch einer Frau kann ich überhaupt nichts anfangen. ' Der Scheich blieb gelassen und sagte nur ruhig: 'Wie war das noch mal? Jede schlechte Tat, und sei sie nur so klein wie ein Staubkorn, wird von ALlah vergolten? Wie viel Staubkörner wiegt ein Bissen von einem Apfel? Nun, dann lebe dein Leben gut und hab viel Spaß, bezahlt wird aber Jaum al Achir, vor dem Herrn persönlich. Entscheide dich.'

Allah Karim, Adam as verlor das Paradies wegen dem Bissen eines Apfel und ich bekomm eine taubstumme, blinde und verkrüppelte Frau. Allah schütze mich davor jemals eine schlimmere Sünde zu begehen, denn was werden die erleiden die ganze Wagenladungen voller Gold stehlen oder Allah verleugnen?' 'Nun gut, das Leben dauert nicht lang und im Jenseits lebe ich ewig. Dann hat wenigstens deine Tochter was davon, wenn es Allahs Wille ist.' Der Scheich war erfreut und rief 'Tochter! Bring uns Tee, ich habe endlich einen Schwiegersohn!' Nun lerne ich meine zukünftige Schwiegermutter kennen, wenigstens ist diese Familie gastfreundlich. Anstatt einer älteren Frau kam jedoch eine junge Frau herein und brachte ihnen den Tee. Sie war wunderschön anzusehen, grüßte höflich mit einer sanften Stimme und ging wieder. 'Wäre das doch nur die Tochter' dachte er bedrückt.

'Das war meine Tochter, deine zukünftige Frau, mein Freund.' 'Was sagtest du? Diese Frau? Die ist weder blind noch taub noch was du sagtest? Wieso hast du gelogen?' 'Ich habe nicht gelogen, aber es geschieht nicht jeden Tag das ein junger Mann wie du fast einen Tag läuft nur um wegen eines Apfels um Vergebung zu bitten. Wärst du gegangen und hättest nicht daran gedacht, ich hätte dir am Tage des Gerichts auch so vergeben, schließlich ist es für mich nur ein Apfel unter vielen, welche ohnehin die Würmer und Vögel esse. Aber dein Verhalten zeigt von einem selten guten Charakter. Ich dachte mir, niemand würde so was tun, wenn sein Herz nicht rein und rechtschaffen ist.
Und was meine Tochter angeht; sie ist blind weil sie kein Haram sieht. Sie ist Taub weil sie nicht lauscht was nicht für sie gedacht war. Sie ist stumm weil sie weder lästert noch lügt und ihre Beine tragen sie nicht an Orten die für sie nicht gut sind. Für Schaitan ist sie verschlossen, ich habe viel Mühe in ihre Erziehung gegeben und sie im Sinne des Islam erzogen. Keinen Mann habe ich bisher für sie akzeptiert und will sie nur an jemand vergeben der ihrer auch würdig ist. Dafür habe ich lange zu Allah gebetet. Allah erhörte meine Gebete und hat dich deshalb hier hergeleitet. Alhamdulilah wa Schukrulilah

Der junge Mann heiratete die Tochter des Scheikh. Später gebahr sie ihm einen Sohn. Dieser Junge wurde später bekannt als der große Imam Ibn Hanifa der die Rechtsschule der Hanifiten gründete.

Wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Gutes tut, der wird es dann schauen, Und wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Böses tut, der wird es dann schauen. (Surat A'Zilzal, 99)

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