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Donnerstag, 4. November 2010

Meine Schwester! So sieht der Haddsch nicht aus! - 1 + 2

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Teil 1


Meine Schwester! Der Haddsch ist ein großartiges Anliegen für Männer und Frauen. Der Haddsch verleiht unseren Seelen die demütige Ehrfurcht gegenüber Allâh, das großartige und von Ihm gewünschte Ziel. Der Haddsch erzieht die Seelen zum echten anbetenden Dienen gegenüber Allâh. Der Haddsch erzieht die hartherzigen Seelen, die Allâhs nicht gedenken, falls die Absicht des Menschen aufrichtig ist. Der echte Haddsch, o meine Schwester, wird verwirklicht, wenn du an deinem Hidschâb, Aussehen und deiner Schamhaftigkeit festhältst.
O meine Schwester! Der Haddsch ist kein Ausflug zur Zerstreuung und er gleicht keiner anderen Reise, die du je in deinem Leben erleben wirst. Er ändert wahrhaftig das Denken und Verhalten. Er ist zwar eine Reise, aber nicht irgendeine Reise.
Schwester! Der Haddsch ist eine Reise zu Allâh, eine Reise zum großartigen Schöpfer, dem die Sünde Verzeihenden, dem die Mängel Verhüllenden. Allâh belohnt dich, solange du gegenüber Allâh aufrichtig bist, Schwester! Der Haddsch hat Ansehen und Stellung, was bei einigen von euch gering geworden oder sogar ganz erloschen ist. Was dich angeht, ist der Haddsch eine Zeit für das Sammeln einer großen Zahl von Belohnungen und nicht eine Zeit um Sünden zu erhalten, eine Zeit, deren teuflischen Ergebnisse für dich eine Plage werden.
O meine Schwester! Dies sind ehrenvolle denkwürdige Tage, die die Rangstellung des Ortes und die Erhabenheit der Zeit in sich vereinen; aber - versprichst du deinem Herrn, dich der keuschen Zurückhaltung und Sittsamkeit zu verpflichten, die als Krone auf deinem Kopf gilt?
Wie viele Frauen missachten die Tugendhaftigkeit und Würde beim Gehen und Sprechen! Wie viele Frauen schert es nicht, ob sie (bei den Anbetungshandlungen) so weit wie möglich von den Männern entfernt bleiben! Sind sie so bedenkenlos, dass sie einige Pilger anrempeln, ja sie manchmal sogar beinahe zu Boden stürzen lassen? Andere Frauen gehen durch die Gebetsreihen der Männer während des Gebets; auch wenn es einen Entschuldigungsgrund gibt, dürfen sie das nicht tun. So, meine Schwester, pass auf, wohin du gehst!
Oder etwa jene, die während des Tawâf (Umschreiten der Ka´ba) lauthals Bittgebete spricht, wo doch Allâh das Geheime und tief Verborgene kennt! Andere stehen im Gedränge in der Nähe der Ka´ba-Tür und heben ihre Hand, so dass ein Teil ihrer Aura sichtbar wird, um die Ka´ba zu fotografieren, als ob sie zu Hause oder in einem menschenleeren Park wären. Wie viele Frauen gibt es, die ihre körperlichen Reize für die um die Ka´ba Laufenden oder für die zwischen Safâ und Marwa Laufenden als Versuchung zur Schau stellen. Ziemt es sich für euch, während ihr euch am gesegnetsten Ort befindet, euch so zu benehmen? Was habt ihr dann noch für den Wochenmarkt gelassen?
Wahrhaftig, Allâh ist mit diesem deinem Werk nicht zufrieden, vielmehr verabscheut Er es! O meine Schwester, es gibt Anstand, Schönheit und Moral, mit denen eine Frau sich schmückt und an die sie sich gewöhnen muss, bevor sie daran denkt, zum Haddsch zu fahren. Ziemt es sich für euch genau die Zeiten zu wählen, in denen ihr den Tawâf, Sa´î (ritueller Lauf zwischen Safâ und Marwa) und das rituelle Werfen durchführt, wenn ihr von Männern völlig umdrängt seid? Wie viele Frauen gibt es, die eng bekleidet sind und ihre Körper bedenkenlos wiegen oder ihre Stimme heben oder sich in der Anwesenheit von Männern schmücken! Wie viele Frauen, deren Benehmen dem Haddsch, der angenommen werden soll und nach dem sie streben, widerspricht!
O meine Schwester, das Ziel des Haddsch ist das Verwirklichen der demütigen Ehrfurcht gegenüber Allâh! Dazu gehört das Verhüllen des Körpers und die Keuschheit. Für dich, meine Schwester, ist der Haddsch Vortrefflichkeit und Stolz. Eine Frau ist mit Banalität und Schande nie einverstanden. Sie darf die Werke der Männer nicht ausführen, weil das verboten ist und eine Sünde darstellt. Einer Frau, deren Ziel das Paradies und die Vergebung der Sünden ist, ziemt es sich nicht, das zu tun. Bist du damit einverstanden, Hunderte von Sünden zu begehen, wenn du deinen Körper beim Tawâf oder Sa´î zur Schau stellst? Die Fatwâ der (hanbalitischen) Gelehrten hinsichtlich der Zulässigkeit, dass eine Frau während des Haddsch ihr Gesicht enthüllt, beschränkt sich darauf, dass sie den Männern nicht nah ist, auch wenn sie sich im Tawâf, Sa´î oder Werfen der Steinchen befindet, auch wenn sie das dazu führt, ihr Gesicht während des gesamten Haddsch zu bedecken, es sei denn, sie ist allein unter Frauen.
Teil 2 


O meine Schwester, die derzeitige Veränderung der Seele und Schwäche der Herzen sind dir nicht verborgen, zur Zeit gibt es eine Vielzahl von Füchsen und denjenigen, die das Verrichten des Haddsch vorgeben, deren Seelen schwach sind, du weißt das genau. Einige gaben es mir offen zu und Andere erzählten mir von Unverschämtheiten seitens der Männer gegenüber den Frauen, was wegen der Vernachlässigung der Frau und der zum Heiraten nicht verwehrten Person etwas Schändliches ist. O meine Schwester, hüte dich vor allem, was Allâh ärgert und der prophetischen Sunna und dem Weg der tugendhaften und keuschen Mütter der Gläubigen widerspricht! Lies, wie sie den Haddsch verrichteten und wie sie sich benahmen und kleideten! Vernachlässige dies nicht, denn die Angelegenheit ist zu gefährlich, wobei zu erwähnen ist, dass das Sündigen in der Harâm-Moschee nicht wie das Sündigen an einem anderen Ort ist.
Der Erhabene sagt:
"Wer aber dort etwas Abwegiges zu Unrecht beabsichtigt,, den werden Wir von einer schmerzhaften Pein kosten lassen." (Sûra 22:25)
Die Auslegung lautet: „Wer Unrecht begeht, begeht etwas Abwegiges. Die Zurschaustellung einer Frau ist ein Unrecht, und auch das Zeigen des Schmucks der Verzierung, nämlich das Gesicht, und das Sichtbarmachen der aufreizenden Körperteile stellt Unrecht dar, ebenso das tänzelnd schmiegende Gehen, das Benutzen von Schmuck und ihr Stürzen ins Gedränge ohne Entschuldigungsgrund, so dass die Frau sich den Schlechtigkeiten aussetzt, was ebenfalls Unrecht darstellt.
O meine Schwester, bist du damit einverstanden, dass deine Schwester, die sich zur Gehorsamkeit gegenüber Allâh verpflichtet und auf der Zufriedenheit Allâhs und auf ihrer Keuschheit bestand, belohnt wird, wobei du vermehrt Sünden begehst und deswegen bestraft wirst?
Pass auf dich auf, o meine Schwester! Haddsch bedeutet nicht, dass du in der Harâm-Moschee betest, wobei dein Rücken gegen einen Mann gerichtet ist, der hinter dir betet. Ja, tun leider einige Schwestern! Andere mischen sich in das Gedränge beim Schwarzen Stein, wobei ihre zum Heiraten verwehrte Person sie dazu anspornt und keine Bedenken kennt. Nein, meine Schwester, so sieht der Haddsch nicht aus, vielmehr stellt der Haddsch Rechtsregel und demütige Ehrfurcht gegenüber Allâh dar.
Allâh sagt: "Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die demütige Ehrfurcht gegenüber Allâh. Und fürchtet Mich, o die ihr Verstand besitzt!" (Sûra 2:197)
O meine Schwester, der Haddsch ist ein anvertrautes Gut, wobei es weder Übertriebenheit noch Nachlässigkeit gibt. Der Haddsch hat Richtlinien, die du verstehen musst, bevor du ihn beginnst und ihn ohne Beschwernis durchführst. So musst du, o meine Schwester, dich zum Verstehen und zur Zurückhaltung verpflichten und dich von einer dir zum Heiraten verwehrten gebildeten achtsamen Person begleiten lassen.
Gib Acht auf die Lauterkeit und Erholung deines Herzens, genauso wie du die Erholung deines Körpers berücksichtigst! Zu erwähnen ist, dass das Leiden des Herzens schwerer ist als das Leiden des Körpers, und das Sterben des Herzens, des Glaubens und der keuschen Zurückhaltung schwerer ist als das Sterben oder das Verlieren eines Körperteils oder eines geliebten Menschen.
O meine Schwester! Wenn du das Buch Allâhs beachtest, entdeckst du, dass Allâh eine muslimische Frau mit Schutz und Würde umgibt, damit sie sich in einer Position der Würde befindet. Das Aussehen einer gläubigen Frau mit demütiger Ehrfurcht gegenüber Allâh muss ihr Wesen zum Ausdruck bringen und ihr Glaube und ihre demütige Ehrfurcht gegenüber Allâh müssen sich in ihren Worten und Werken zeigen, so dass sie mit ihrem Aussehen bekannt wird und niemand es wagt, ihr Schaden zuzufügen, wobei Allâh sie von all ihren Seiten umgibt, falls sie wahrhaftig gegenüber ihrem Herrn ist.
O meine Schwester, der Haddsch ist nicht so, wie manche vom Rechten Abweichenden es tun und die absolute Zurschaustellung der Aura oder das Tragen eines Aufmerksamkeit erregender Kopftücher erlauben oder die die Frauen offen oder durch Andeutung dazu verpflichten, dass sie in der Harâm-Moschee beten, ohne Berücksichtigung des Gedränges, obwohl die doppelte Belohnung auf alle sich innerhalb der Grenzen des Harâm-Gebietes befindenden Häuser angewandt wird (Dies ist eine der zwei Meinungen der Gelehrten). Dies gehört zur Gnade Allâhs des Hocherhabenen. Wenn also eine Frau in der Harâm-Moschee beten möchte, so soll sie am für die Frauen bestimmten Platz beten, was für sie das Nicht-Bloßstellen garantiert. Wer also, o meine Schwester, nicht versteht und keinen Platz unter den Gelehrten hat, der ist von der Rechtmäßigkeit und vom Guten, mit dem Allâh für ihn zufrieden ist, weit entfernt. So ist der Haddsch nicht, meine Schwester! Gib Acht, möge Allâh dich um dessen beschützen, was Er von dir will und was dir deine Bescheidenheit diktiert! Du bist so, so Allâh will.

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