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Freitag, 10. Dezember 2010

Der alte Mann und sein Enkel

Es war einmal ein alter Mann. Seine Augen waren schon fast erblindet und seine Beine und Hände zitterten ihm. Er wohnte bei seinem Sohn und dessen Frau. Sie hatten einen kleinen Jungen, der seinen Großvater über alles liebte. Dieser erzählte seinem Enkel immer so schöne Geschichten und hatte oft Zeit für ihn gehabt, als niemand mit ihm spielen wollte.

Nun war es mit dem alten Mann aber schon so weit gekommen, dass er kaum etwas in seinen zittrigen Händen halten konnte, ohne dass es ihm herunterfiel. Wegen seiner kaputten Zähne konnte er nur noch Suppe schlürfen. Über dieses Schlürfen verzog die Frau oft das Gesicht und schimpfte mit ihm. Der alte Mann sagte kein Wort und wurde oft traurig über diese Schimpferei. Aber er konnte nichts dran ändern. Als die Familie nun mal wieder beim Mittagsessen saß, reichte die Frau dem Großvater seine Suppenschlüssel. Dieser wollte sie entgegennehmen. Doch zitterten ihm die Hände so sehr, dass er das ganze Schüsselchen fallen ließ.



Die Frau regte sich fürchterlich auf und begann laut zu schimpfen, während sie die Suppe wegputzte. Der Mann nahm seinen alten Vater wütend auf und setzte ihn in die Ecke. Schließlich könne er nicht jeden Tag neue Geschirre kaufen. Der Enkel hatte schon aufgegessen und setzte sich zu seinem Großvater. Da sah er, wie dem alten Mann Tränen über die Wangen liefen und er still und traurig vor sich hinblickte.

Am nächsten Tag sahen die Eltern, wie ihr Sohn eifrig mit dem Schlitzen eines Stück Holzes beschäftigt war. „Was soll denn das werden?“ fragten sie erstaunt. „Ach“, sagte er. „Ich schnitze für jeden von euch ein Schüsselchen aus Holz. Dann kann nichts passieren, wenn ich euch mal die Suppe reiche; und ihr alt geworden seid.“

Da sah der Mann seine Frau an und beide begannen zu weinen. Auf einmal wurde ihnen bewusst, wie dumm und falsch sie an dem Großvater gehandelt hatten. Schnell setzten sie ihn beim Essen wieder zu sich an den Tisch. Die Frau schimpfte nie mehr wegen des Schmatzens und Schlürfens. Der Vater regte sich auch nicht mehr darüber auf, wenn mal ein Schüsselchen kaputt ging. Auch sonst behandelten sie den alten Mann nur noch mit Respekt und Würde. Von da an hatte der Enkel seinen Großvater nie mehr weinen gesehen und oft noch schöne Geschichten von ihm erzählt bekommen. Im Quran gibt es außerdem einen schönen Vers, welcher diese Geschichte sehr gut ergänzt. Allah sagt in Sura al Isra Vers 23-24:

[Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur IHM dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht: „Pfui!“ und fahre sie nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige Worte. Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut (das heißt: Verhalte dich ihnen gegenüber aus Barmherzigkeit freundlich und gefügig) und sag: „Mein Herr erbarme DICH ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war.“] (Quran 17: 23-24)

Quelle: Die süße des Glaubens

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