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Freitag, 10. Dezember 2010

Der Bauer und die Rizq Allahs

Es lebte einst ein Bauer mit seiner Frau in einem von der Außenwelt abgeschnittenen Dorf und hatte unter schweren Umständen zu leben! Für das Wasser, welches sie täglich brauchten, musste seine Frau mehrere Kilometer gehen, da der Brunnen so weit entfernt war. Dem Bauern tat dies sehr leid; er wollte, dass seiner Frau die Arbeit erleichtert werden würde. So erfuhr er von einem Freund, der gelegentlich in der Stadt war, dass es dort viel  einfacher zuging, was den Bauern sofort dorthin bewegte. Angekommen in der unbekannten großen Stadt begab sich der Mann zum Markt und schaute sich alles mit großen Augen an. Er sah Dinge, die für ihn wie verändert schienen, Dinge, die er absolut absurd fand und auch Dinge, die ihm nichts sagten und bedeuteten, weil er diese nicht kannte. „Und hier soll meiner Frau geholfen werden?“, dachte er sich und machte sich in Gedanken schon auf den Heimweg, als er plötzlich einen Mann sah, der seinen großen Kanister, welchen er bei sich hatte mit Wasser aus dem Wasserhahn füllte. „Das ist ja sonderbar und zugleich genau das, was ich suche“, freute sich der Bauer und fragte sogleich den Mann an der Tränke: „As-salamu ’aleykum geehrter Stadtmann, könntest du mir so nett den Namen dieses Dinges nennen?“ Der Mann antwortete teils genervt: „Meinst du etwa das?“ und zeigte so auf den Wasserhahn, „das ist ein Wasserhahn, blind scheinst du mir nicht, warum also die Frage?“ Da wandte sich der Bauer dankend ab und antwortete nicht weiter auf die Reaktion des Mannes. Er fragte auf dem Markt nach dem Ding mit der Bezeichnung „Wasserhahn“ und gelangte letztendlich zu einem Stand, wo er sich dieses kaufen konnte. Nach dem erfolgreichen Einkauf kehrte er heiter nach Hause und wollte seine Frau hiermit beglücken. So tat er sich gleich auf und begann mit der Installation. „Nun muss ich nichts weiter machen, als es die Leute der Stadt taten“, dachte er sich und erinnerte sich, dass der Wasserhahn an einer Wand angebracht war, was er zugleich nachzumachen versuchte. „Endlich fest“, sagte er laut außer Puste, „und nun drehen, so wie ichs gesehen und es soll fließen, wie die Stadtmenschen es ließen.“


Doch zu seiner Verwunderung bekam er nicht einen einzigen Tropfen Wasser zu sehen. „Irgendetwas muss ich wohl falsch gemacht haben“, überlegte er sich, als sein Freund vorbeikam und ihn bei der Arbeit sah: „As salamun ’aleykum mein Freund, was arbeitest du da?“ „Das müsstest du doch wissen. Ich will in meinem Hause Wasser bringen. “, antwortete der Bauer. „Na das sehe ich schon, aber hast du eigentlich Ahnung von so was?“, fragte sein Freund. „Was soll daran schwer sein, diesen „W-a-s-s-e-r-h-a-h-n“ an die Wand zu bringen?“, sprach der Bauer ganz stolz.

Da verstand der Stadtmensch und Freund sogleich das Problem des Bauern und tröstete ihn grinsend, indem er ihm alles erzählte, was wir sicherlich genauso gut über das Hintergrundwissen von Wasserhähnen wissen.
Realitätsgetreu übertragen würden wir den Bauern sicherlich als dumm und verrückt bezeichnen. Bei genauerem Betrachten ist diese Geschichte jedoch ein reines Gleichnis für die Rizq Allahs. Wir arbeiten heutzutage hart und stressig für einen hohen Erwerb von Geld und glauben, dass je mehr wir arbeiten (neben dem Job haben wir noch andere Tätigkeiten), desto mehr Geld für unseren Lebensunterhalt einfließt. Dabei vergessen wir, dass „die Federn längst beiseite gelegt und die Tinte getrocknet ist“, was wiederum heißt, dass Allah unsere Rizq längst vorbestimmt hat. Wir brauchen uns also nicht vor der Armut zu fürchten. Ich meine nicht, dass wir jetzt aufhören sollten zu arbeiten oder Ähnliches, sondern vielmehr, dass Allah(swt) seinen fleißigen Diener belohnt, wenn er sich um seine Dunya und um seine Akhira kümmert. Denn wer beides in der Hand hat, der wird sicherlich von Allah(swt) umso mehr unterstützt. Mögen wir inschallah zu denen gehören… Amin

QuelleDa'wa - Der Weg zur Wahrheit

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