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Freitag, 10. Dezember 2010

Der Junge und der Apfelbaum

Der Junge und der Apfelbaum
(übersetzt von Umm Jamal)


Es gab einmal vor langer Zeit einen riesigen Apfelbaum. Ein kleiner Junge liebte es, jeden Tag bei ihm zu spielen. Er kletterte in die Baumkrone, aß die Äpfel und nahm ein kleines Schläfchen im Schatten. Er liebte den Baum und der Baum liebte ihn.

Die Zeit verging und der kleine Junge wurde größer und er spielte jetzt nicht mehr jeden Tag bei dem Baum. An einem Tag kam der Junge zu dem Baum zurück und schaute traurig aus.

"Komm und spiel mit mir", sagte der Baum zu dem Jungen.
"Ich bin jetzt kein Kind mehr, ich spiele nicht mehr an Bäumen", erwiderte der Junge. "Ich möchte Spielzeug, und ich brauche Geld dafür."

"Tut mir leid, aber ich habe kein Geld...aber du kannst alle meine Äpfel pflücken und sie verkaufen. Dann hast du Geld."

Der Junge war begeistert. So pflückte er alle Äpfel vom Baum und ging glücklich davon. Nachdem er die Äpfel gepflückt hatte, kam der Junge nicht mehr wieder. Und der Baum wurde traurig.

Eines Tages, als der Junge nun zu einem Mann herangewachsen war, kam er zu dem Baum zurück. Der Baum war glücklich und sagte: "Komm und spiel mit mir".

"Ich habe keine Zeit zum spielen. Ich muss für meine Familie arbeiten. Wir brauchen einen Schuppen. (Das ist ein kleines Gerätehaus neben einem Wohnhaus.) Kannst du mir helfen?"

"Tut mir leid, aber ich habe kein Haus. Aber du kannst meine Zweige absägen um dein Haus zu bauen."

So sägte der Mann alle Zweige, die der Baum hatte ab und ging glücklich davon. Der Baum war glücklich, dass er ihn gesehen hatte, aber der Mann kam seitdem nicht mehr zurück. Nun war der Baum wieder einsam und traurig.

An einem heißen Sommertag kehrte der Mann zurück, und der Baum freute sich sehr. "Komm und spiel mit mir!", sagte der Baum.

"Ich bin alt geworden. Ich will segeln gehen um mich zu erholen. Kannst du mir ein Boot geben?", fragte der Mann.

"Nimm meinen Baumstamm um dein Boot zu bauen. Du kannst damit weit weg segeln und kannst glücklich sein."
So schlug der Mann den Baumstamm ab und baute sich ein Boot. Er ging zum Segeln und kam für lange Zeit nicht mehr zurück.

Schließlich, kehrte der Mann nach vielen Jahren zurück.
"Tut mir leid mein Junge. Aber ich habe nichts mehr für dich. Keine Äpfel...", sagte der Baum.
"Kein Problem, ich habe keine Zähne mehr zum kauen.", erwiderte der Mann.
"Keinen Baumstamm mehr für dich zum klettern.", sagte der Baum.
"Ich bin jetzt zu alt dafür.", sagte der Mann.
"Ich kann dir wirklich nichts mehr geben... das einzige was geblieben ist, sind meine sterbenden Wurzeln", sagte der Baum unter Tränen.

Ich brauche jetzt nichts mehr, außer einem Plätzchen zum Ausruhen. Ich bin nach all den Jahren müde geworden.", erwiderte der Mann.

"Prima! Alte Baumwurzeln sind der beste Platz um sich anzulehnen und sich auszuruhen. Komm, komm, setz dich zu mir und ruhe dich aus.", sagte der Baum.
Der Mann setzte sich hin und der Baum war glücklich und lächelte mit Tränen.

Das ist die Geschichte von irgendjemandem. Der Baum ist wie eure Eltern. Wenn wir jung sind, lieben wir es mit Mama und Papa zu spielen. Wenn wir älter werden, verlassen wir sie... nur wenn wir etwas brauchen oder wenn wir Kummer haben kommen wir zu ihnen. Macht ja nichts, Eltern sind immer da und geben uns alles was sie haben nur damit wir glücklich sind. Du denkst, der Junge ist herzlos zu dem Baum, aber dass ist das gleiche wie wir unsere Eltern behandeln. Wir nehmen es als selbstverständlich und würdigen es nicht was sie alles für uns tun. BIS... es zu spät ist!

Allah, Subhanahu wa Ta'ala, sagt im Qur'an:

"Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sagt nicht zu ihnen: "Pfui!" und fahre sie nicht an, sondern sagt zu ihnen ehrerbietige Worte." (Sure Al-Isra 17:23)

Allah, Subhanahu wa Ta'ala, sagt uns, dass wir zu unseren Eltern gut und liebenswürdig sein sollen. Hier ist ein Du'a das du lernen kannst um für sie Du'a zu machen.

Rab-bir ham-huma kama Rabba-yani Saghira

"Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war."
(Sure Al-Isra 17:24)

Schlußbemerkung: Eigentlich ist das eine Geschichte für Kinder, aber wenn man die Geschichte liest, betrifft es uns Erwachsene genauso. Denn ich bin mir sicher, allahu all'em, wir vergessen oft selbst was wir unseren Eltern zu verdanken haben. Die geborenen Muslime vielleicht mehr, als die Konvertierten Muslimen. Allah :swt: , möge sich ihrer (unseren Eltern) erbarmen. Amin.

Quelle: Al-Tamhid.net

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