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Mittwoch, 8. Dezember 2010

Die Entstehung einer Perle - Teil 1

Die Entstehung einer Perle
von Muhammad Alshareef

Als die Nachricht ihn erreichte, dass die christliche Armee sich am Horizont darauf vorbereitet hatte, den Islam zu vernichten, begab sich Abu Qudamaah Ash-Shaamee zügig zur Kanzel in der Moschee. In einer starken und emotionalen Rede entfachte Abu Qudaamah die Sehnsucht der Gemeinde, ihr Land zu verteidigen; Jihad um Allahs Willen!

Als er die Moschee verließ und eine abgelegene und dunkle Gasse entlangging, stoppte ihn eine Frau und sagte: As salamu alaykum wa Rahmatullaah!“ Abu Qudamaah stoppte, antwortete aber nicht. Sie wiederholte ihren Friedensgruß und fügte hinzu: „ Das ist nicht die Art, wie sich fromme Menschen verhalten sollten!“ Sie ging einige Schritte vor, heraus aus dem Schatten. „Ich hörte dich, wie du in der Moschee die Gläubigen ermutigt hast, zum Jihad zu ziehen. Allerdings habe ich nur dieses, was ich dir geben kann...!“

Sie übergab ihm 2 lange geflochtene Zöpfe. „ Sie können als Pferdezügel benutzt werden. Vielleicht wird mich Allah zu denjenigen hinzuschreiben, die zum Jihad gegangen sind.“

Am nächsten Tag, als das muslimische Dorf sich aufmachen wollte, um der Armee der Kreuzritter entgegenzutreten, rannte ein kleiner Junge durch die Massen und stellte sich an die Hufen von Abu Qudaamahs Pferd. „Ich bitte dich bei Allah, mir zu erlauben, der Armee beizutreten.“ Einige der älteren Kämpfer fingen an, über den Jungen zu lachen. „Das Pferd wird dich zertrampeln“, sagten sie. Aber Abu Qudaamah schaute ihm in die Augen als der Junge ihn wieder fragte: „ Ich frage dich bei Allah: Lass mich teilhaben.“ Abu Qudaamah sagte daraufhin: „Nur unter einer Bedingung! Falls du getötet wirst, nimmst du mich mit dir ins Paradies als einer derjenigen, für die du die Erlaubnis bekommst, Fürsprache zu leisten.“ Der kleine Junge grinste: „Das ist ein Versprechen.“

Als die beiden Armeen aufeinander trafen, und die Schlacht sich verstärkte, fragte der kleine Junge auf dem Rücken von Abu Qudaamahs Pferd: „Ich bitte dich bei Allah, mir drei Pfeile zu geben.“ „Du wirst sie verlieren!“ Der Junge wiederholte: „Ich bitte dich bei Allah, sie mir zu geben.“ Abu Qudaamah gab sie ihm und der Junge fing an, zu zielen. „Bismillaah!“ Der Pfeil flog und tötete einen Römer. „Bismillaah!“ Der zweite Pfeil flog und tötete den zweiten Römer. „Bismillaah!” Der dritte Pfeil flog und tötete den dritten Römer. Kurz darauf traf ein Pfeil den Jungen in die Brust, so dass er vom Pferd flog. Abu Qudaamah sprang hinunter zu seiner Seite und erinnerte den Jungen während seiner letzten Atemzüge: „Vergiss nicht dein Versprechen!“ Der Junge griff in seine Tasche und zog einen Beutel heraus und sagte: „Bitte übergib das meiner Mutter.“ „Wer ist deine Mutter?“ fragte Abu Qudaamah. „Die Frau, die dir gestern die geflochtenen Zöpfe gab.“

Denk darüber nach Muslimah! Wie hat sie diese Stufe von Wahrhaftigkeit erreicht, indem sie ihre Haare opferte, wobei zum Vergleich heutzutage andere Frauen dasselbe tun, um zu sterben, so lange ihr Sohn zu Hause bleibt. Tatsächlich, sie hat ihr ganzes Leben im Gehorsam gegenüber Allah verbracht und als die Zeit der Prüfung kam, hat sie bestanden. Sie hat nicht nur dafür gesorgt, dass sie besteht, sondern ihre Kinder strahlten dieselben Schönheit des Glaubens aus – Kinder, die sie selbst großzog.

Sehr oft (und vielleicht grade in unserer Zeit, in der wir viel von der Sunnah vergessen haben) sind der Unterricht, die Khutbas und Reden an muslimische Männer gerichtet. Wir vergessen von der Hady (Rechtleitung und Weg von Rasul Allah –sal Allahu alayhi wa sallam), dass er einen spezifischen Tag der Woche den Frauen widmete, um sie zu unterrichten. Frauen kamen üblicherweise während der Hajj zu ihm, auf der Strasse, sogar in seinem Haus, um ihm Fragen bezüglich des Glaubens zu stellen. Nachdem er beim Eid – Salah (Gebet zum Fest) die Ansprache gegenüber den Männern beendet hatte, pflegte er Blilal zu sich zu nehmen und mit ihm zum Frauenbereich zu gehen, um sie zu unterweisen.

Allah offenbarte eine komplette Surah mit dem Namen An-Nisa (Die Frauen). Und eine andere mit dem Namen Maryam. Und eine dritte mit dem Namen al Mujaadalah (Die Frauen, welche debattieren). Es geschieht der Belebung der Sunnah wegen, dass diese Rede heute and die gläubigen Frauen adressiert ist; al-Mu`minaat.

Liebe Schweste, Liebe Mutter, Liebe Tochter. Jeder sehnt sich nach Glückseligkeit und Spaß und ich bin sicher, ihr seid hiervon nicht ausgeschlossen. Und wo und wann wollt ihr diese Glückseligkeit haben? Wollte ihr Glückseligkeit und Spaß in diesem Leben haben auf Kosten des Jenseits? Oder wollt ihr lieber im Jenseits glücklich sein, wenn ihr Allah treffen werdet?

Überall wo ihr hingeht, werdet ihr einen Schwarm von Leuten, Medien und Kulturen finden, die zu euch schwören werden, dass die Glückseligkeit in dieser Welt zu finden ist.

Ist es aber tatsächlich das wahre Glück? Am Tag der Abrechnung wird Allah den glücklichsten Ungläubigen dieser Welt nehmen und ihn kurz in Jahannam eintauchen – das Höllenfeuer! Dann wird ER ihn fragen: „Hast du je Freude empfunden?“ Der Ungläubige wird antworten: „Niemals!“

Nein! Die Freude ist nur die Freude des Jenseits, egal, was in dieser Welt passiert. Allah wird am Tage der Abrechnung den am meisten geprüften Menschen nehmen und ihn einen kurzen Augenblick in Jannah – das Paradies - eintauchen. Er wird dann gefragt werden: „Hast du jemals Traurigkeit verspürt?“ Und die Person wird antworten: „Niemals!“

Und denk nicht, dass Freude und Spaß alleine dem Jenseits vorbehalten sind. Es ist sehr stark mit diesem Leben verbunden. Hört und versteht die Worte Allahs:

:AyatBeginn: Dem, der recht handelt - ob Mann oder Frau - und gläubig ist, werden Wir gewiss ein gutes Leben gewähren; und Wir werden gewiss solchen (Leuten) ihren Lohn nach der besten ihrer Taten bemessen :AyatEnde: [QS: 16:97]

Liebe Schwester, du musst verstehen, dass du oder jede andere ins Höllenfeuer gelangen können! Bei Allah, wir sind nicht besser als Fatimah (die Tochter von Rasul Allah – sal Allahu alayhi wa sallam). Und er hat zu ihr gesagt: „O Fatimah, Tochter von Muhammad, bitte mich, wonach du willst von meinem Vermögen. Doch werde ich dir nichts nutzen vor Allah!“ Das bedeutet, dass es überhaupt keine Rolle spielt, dass du meine Tochter bist. Wenn du nicht für das Paradies arbeitest, aber zu Allah kommst und sagst: „Mein Vater ist soundso“, wird dir nicht im geringsten geholfen werden.“

Islam zeichnet sich aus durch viele Mu`minahs, die ihre Wahrhaftigkeit (Taqwa) gegenüber Allah vervollständigt haben. Wenn sich andere Mädchen Poster von ungläubigen Sängern, ungläubigen Athleten und ungläubigen Schauspielern an die Wand hängen, so solltest du in deinem Herzen Poster von Fatimah und vielen anderen Mu`minahs aufhängen.

Aasiyah, die Frau von Fir`auwn: ihr Glaube an Allah wuchs unter dem Schatten von jemandem, der sagte: „ Ich bin euer Herr, der Höchste!“ Als Pharao vom Glauben seiner Frau erfuhr, schlug er sie und befahl seinen Wächtern, dasselbe zu tun. Die trugen sie hinaus in die brennend heiße Mittagshitze, fesselten ihre Arme und Beine und schlugen ständig auf sie ein. An wen hat sie sich nun gewandt? Sie wandte sich an Allah! Sie betete: „Meine Herr, baue für mich ein Heim bei Dir im Paradies und befreie mich vom Pharao und seinen üblen Taten und rette mich vor dem Volk der Übertreter.“

Es wird überliefert, dass sich, nachdem sie das gesagt hat, der Himmel für sie öffnete und sie ihr Heim im Paradies sah. Sie lächelte. Die Wächter schauten erstaunt. Sie wird gefoltert und sie lächelt? Der frustrierte Pharao befahl, einen Felsblock herzubringen und es auf Aasiyah fallen zu lassen, damit sie zu Tode gequetscht würde. Doch Allah nahm ihre Seele, bevor sie den Felsblock brachten und sie wurde zu einem leuchtenden Vorbild für alle gläubigen Männer und Frauen.

:AyatBeginn: Und Allah legt denen, die glauben, das Beispiel von Pharaos Frau vor, als sie sagte: "Mein Herr! Baue mir ein Haus bei Dir im Paradies und befreie mich von Pharao und seinen Taten und befreie mich von dem Volk der Ungerechten!" :AyatEnde: [QS: 66:11]

Reden wir über Jihad und Shohadaa` (Märtyrertum): wisst ihr, wer der erste Muslim war, der auf dem Weg Allahs gestorben ist? Es war Summaya, die Mutter von Ammar. Als Abu Jahl davon erfuhr, dass sie, ihr Ehemann Yasir und ihr Sohn Ammar den Islam angenommen hatten, misshandelte er sie, indem er sie brutal schlug. So schwer, dass

der Gesandte Allahs an ihnen vorbeiging, während sie diesen Prüfungen unterzogen wurden, und zu ihnen sagte: „ Sei geduldig o Paradies!“

Als Abu Jahl Sumayyah eines Tages schlug, verweigerte sie es, ihren Glauben zu widerrufen. Das machte Abu Jahl noch wütender. Er nahm sich einen Speer, als sie auf dem brennenden Sand lag, während sie in die Luft starrte, und rammte es ihr in den Unterleib. Sie war die erste ihrer Familie und zugleich die erste der gesamten muslimischen Gemeinde, Allah als Märtyrer zu begegnen.

Liebe Schwestern, unsere Vorbilder kommen aus dem Qur`an. Ihr habt wahrscheinlich die Geschichte vom Jungen und dem König gehört. Als das gesamte Dorf durch den Tod des Jünglings zum Islam gekommen war, ordnete der König an, dass ein riesiges Feuer entfacht werden sollte. Es wurde befohlen, dass all diejenigen, die sich weigerten, ihren Glauben zu widerrufen, bei lebendigem Leibe verbrannt werden sollten. Eine Mu`minah wurde zusammen mit ihrem Baby auf dem Arm ans Feuer gebracht. Sie schaute auf ihr Baby und sah die Schwäche und Unschuld ihres Kindes. Daraufhin zog sie es in Betracht, aufzugeben. Das Baby sagte zu ihr: „Worauf wartest du Mutter? Geh weiter, denn du bist wahrlich bei der Wahrheit!“ Sie nickte und gemeinsam mit ihrem Baby wurde sie in den Tod gestoßen.

:AyatBeginn: Und sie hassten sie aus keinem anderen Grund, als weil sie an Allah glaubten, den Erhabenen, den Preiswürdigen. Dem das Königreich der Himmel und der Erde gehört; und Allah ist Zeuge von allem :AyatEnde: [QS: 85:8-9]

Und liebe Schwestern, eure Vorbilder findet ihr auch in der heutigen Zeit. So wie es uns ihr Sohn berichtet, hat eine ältere Frau in einem Islamischen Land für sich entschieden, dass all die Eitelkeit und Einbildung, die sich üblicherweise bei Frauenrunden ereignen, nichts für sie sei. Sie suchte in ihrem fortgeschrittenen Alter wieder Zuflucht im Salah (Gebet) und den Nachtgebeten. Eines Nachts rief sie aus ihrem Gebetsraum nach ihrem Sohn. Der Sohn schildert: „Ich kam rein und sie lag im Sajda (in der Niederwerfung). Er sagte: „ Sie war gelähmt!“ Ihr Sohn brachte sie zu verschieden Ärzten und sie begann eine Reihe von Rehabilitationskursen. Allerdings gab es wenig Hoffnung. Sie befahl ihrem Sohn, sie wieder nach Haus zu bringen; genauer, zu ihrem Gebetsraum; noch genauer, zurück zu ihrer Sajda. Als sie nun zu Allah in ihrer Sajda betete, kam die Nacht, als sie zu ihrem Sohn rief: „Astawdi`ukAllaah alladhee laa yadee`u wa daai`uh – Ich lasse dich in Allahs Verantwortung und wann immer etwas in Allahs Verantwortung gelassen wird, wird es nicht verloren gehen.“

Sie verschied in ihrer Sajdaposition. Ihre Muskeln erhärteten sich in der Position, sodass man sie in dieser Position waschen musste. Man begrub sie, während sich ihr Körper in der Sajdah befand. Und der Prophet sagt, dass wir alle in dem Zustand auferweckt werden, in der wir sterben. Sie wird also am Tage der Auferstehung in der Sajda vor Allah - Jalla Jalaalauhu wa taqaddasat asmaa`uhu – auferweckt werden, weil sie genauso gelebt hat und gestorben ist.

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