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Mittwoch, 8. Dezember 2010

Die Geschichte einer ganz normalen Familie:

Die Geschichte einer ganz normalen Familie:

“Einige Monate vor meiner Geburt traf mein Vater einen Fremden, der in unserer kleinen Staft in Tennessee neu war. Mein Vater war von Anfang an von diesem bezaubernden Neuling faziniert und lud ihn bald ein, mit unserer Familie zu leben.

Der Fremde wurde schnell akzeptiert und war dabei, mich ein paar Monate später willkommen zu heißen. Für mich hatte jedes Familienmitglied eine besondere Stellung. Mein Bruder Bill, der älter war als ich, war mein Vorbild.

Fran, meine jüngere Schwester, gab mir die Möglichkeit, den großen Bruder für sie zu spielen. Meine Eltern waren komplementäre Erzieher - meine Mutter lehrte mich, das Wort Gottes zu lieben, und mein Vater lehrte mich, ihm zu gehorchen. Aber der Fremde war unser Geschichtenerzähler.Er konnte die tollsten Geschichten erzählen: Abenteue, Krimis und Komödien waren täglicher Gesprächsstoff. Er konnte unsere ganze Familie stundenlang am Abend in unseren Bann ziehen. Wenn ich irgendwas über Politik, Geschichte oder Wissenschaft wissen wollte, wusste er alles. Er wusste über die Vergangenheit bescheid, verstand die Gegenwart und scheinbar konnte er auch die Zukunft voraussagen. Er konnte alles so lebendig darstellen, dass ich oft lachen oder weinen musste. Er war wie ein Freund für die ganze Familie.

Der Fremde war ein unablässiger Redner. Meinen Vater schien das nicht zu stören, aber meine Mutter stand manchmal leise auf und ging in ihr Zimmer und betete, während der Rest von uns in eine seiner Geschichten von fremden Ländern vertieft war. Jetzt frage ich mich, ob sie jemals gebetet hat, dass der Fremde gehen soll.

Mein Vater regelte unseren Haushalt mit bestimmten Moralvorstellungen. Aber der Fremde fühlte sich nie dazu verpflichtet, ihnen zu folgen. Profanität beispielsweise war in unserem Haus nicht erlaubt- nicht von uns, nicht von unseren Freunden und nicht von den Erwachsenen. Unser langjähriger Gast hingegen benutzte gelegentlich Wörter, die in meinen Ohren wehtaten und meinen Vater verlegen machten. Aber soweit ich weiß, wurde der Fremde nie zur Rede gestellt.

Mein Vater erlaubte keinen Alkohol in unserem Haus. Aber der Fremde glaubte, dass das nicht gut war und machte uns mit einem anderen Lebensstil vertraut. Er bot uns oft Bier und andere alkoholische Getränke an. Er machte uns glauben, dass Zigaretten gut schmecken und Zigaretten männlich und Pfeifen vornehm seien.

Er sprach offen (wahrscheinlich viel zu offen) über *intime Beziehung(en). Seine Bemerkungen waren manchmal unverhohlen, manchmal anzüglich und im Allgemeinen ziemlich peinlich. Jetzt weiß ich, dass meine Vorstellung von einer Beziehung zwischen Mann und Frau in jungen Jahren von diesem Fremden beeinflusst wurden.

Wenn ich zurückschaue, glaube ich, dass es Gottes Barmherzigkeit war, dass der Fremde keinen stärkeren Einfluss auf uns hatte. Zuweilen sprach er sich offen gegen die Wertevorstellungen meiner Eltern aus. Aber er wurde nie gebeten uns zu verlassen.

Es sind inzwischen 30 Jahre vergangen, seit der Fremde zu der jungen Familie gezogen ist. Aber wenn jemand heute in das Haus meiner Eltern kommt, sieht man ihn noch in seiner Ecke sitzen, und darauf warten, dass man ihm zuhört und zusieht. Wie er heißt?

Ich glaube wir haben ihn einfach Fernseher genannt.”


Quelle: www.diewahrereligion.de (DWR Blog)
Quelle: Ukhti Amal aus dem Forum

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