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Samstag, 1. Januar 2011

Ein Weg den ihr selber nicht kennt

Die folgende Geschichte wurde berichtet von Abdul-Wahid bin Zaid:

Einmal waren wir auf einem Schiff, als es plötzlich stürmisch wurde und wir gezwungen wurden die hohe See zu verlassen und Unterschlupf auf einer Insel zu suchen.
Wir waren überrascht zu sehen, dass wir nicht allein waren auf der Insel. Da vor uns stand ein Mann, der damit beschäftigt war einen Götzen anzubeten.

Wir stellten uns vor und sagten dann, „Wir haben niemanden auf unserem Schiff, der das tut was du tust.“
Der Mann fragte, „Wen betet ihr dann an?“
Wir sagten, „Wir beten Allah an.“
Er fragte, „Und wer ist Allah?“
Wir sagten, „Der, dessen Thron über den Himmeln ist, und dessen Herrschaft über die Himmel, die Erde und alles was existiert reicht.“
„Und woher wisst ihr das?“, fragte der Mann.
„Er sandte einen Boten zu uns mit klaren Beweisen und Wundern, und es war dieser Gesandte, der uns über Ihn informierte.“
„Und was ist mit eurem Gesandten geschehen?“
„Nachdem er die Verkündung seiner Botschaft beendet hatte, ließ Allah ihn sterben.“, antworteten wir.
„Hat er euch kein Zeichen hinterlassen?“, fragte der Mann.
„Er hat uns Allahs Buch hinterlassen“, sagten wir.
„Zeigt es mir“, bat der Mann.

Als wir ihm eine Kopie des Qur’an zeigten, sagte er, ‘“ich kann es nicht lesen“ und so lasen wir ihm einen Teil davon vor.
Dann weinte er und sagte, „Dem, dessen Rede das ist, sollte man nicht ungehorsam sein.“
Der Mann nahm nicht nur den Islam an, sondern er erlernte auch fleißig seine Lehren und setzte das, was er gelernt hatte in die Praxis um.
Als sich das Wetter beruhigte, und wir bereit waren die Insel zu verlassen, fragte er uns ob er ein Passagier auf unserem Schiff sein durfte. Wir waren natürlich einverstanden, dass er sich uns anschloss, und es war sogar eine gute Sache, dass er mit uns kam, weil es uns die Gelegenheit gab ihm mehrere Kapitel des Qur’an zu lehren.

Am Ende des ersten Abends unserer Reise, machte sich die ganze Schiffsbesatzung bereit schlafen zu gehen. Unser neuer Passagier sagte, „O Menschen, der Herr zu dem ihr mich geführt habt, schläft Er?“

Wir sagten: „Er ist der Ewiglebende, der Einzigerhaltende und Beschützer allen Seins. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf.“

Er schaute uns an und sagte, „Es ist in der Tat für einen Diener von schlechter Manier in Anwesenheit seines Herrn zu schlafen.“ Mit sehr viel Energie und Kraft sprang er auf und begann zu beten, und seine weinende Stimme konnte man bis zum Morgen hören.

Als wir den Ort ‘Abaadaan [ein Ort im heutigen Iran gelegen] erreichten, sagte ich meinen Begleitern, „Dieser Mann ist ein Fremder hier, außerdem ist er ein neuer Muslim. Wir würden gut darin tun, wenn wir ein bisschen Geld für ihn zusammentun um ihm auszuhelfen.“
Wir sammelten was wir konnten, aber als wir ihm das Geld geben wollten schrie er, „Was ist das?“.
Wir sagten, „Geld, dass du für dich ausgeben kannst.“

Er sagte, „Wie vollkommen doch Allah ist! Ihr habt mich zu einem Weg geleitet, den ihr selber nicht kennt! Als ich in einer unfruchtbaren Wüste in der Mitte des Ozeans lebte, betete ich einen anderen an als Ihn, und doch hat er mich nicht im Stich gelassen; also wieso sollte er mich in Bedürfnis lassen, wenn es doch Er ist, den ich jetzt anbete!
Wahrlich er ist der Schöpfer und der Versorger.“
Er verließ uns dann und ging seines Weges.

Mehrere Tage vergingen, bevor wir irgendwelche Nachrichten über seinen Verbleib hörten. Uns wurde gesagt, dass er an diesem Ort war, und dass er äußerst krank war.
Als wir ihn erreichten sahen wir, dass er im Sterben lag.
Nachdem wir den Friedensgruß ausgesprochen hatten sagte ich, „Brauchst du irgendetwas?“.

Er sagte, „Derjenige, Der euch zur Insel brachte, als ich Ihn nicht kannte, hat mich mit allem versorgt was ich brauche“.

Ich setzte mich neben ihn und dachte, dass ich eine Zeit bleiben und ihn erfreuen kann.
Doch bald schlief ich ein und sah einen Traum.
Im Friedhof von Abaadaan sah ich das schönste Mädchen, das ich jemals gesehen hatte. Sie sagte, „Beschleunige sein Begräbnis, weil es bereits schon so eine lange Zeit ist, in der ich mich nach ihm gesehnt habe.
Ich wachte mit einem Schrecken auf und sah, dass er gerade gestorben war.

Ich wusch seinen Körper und hüllte ihn ein. In dieser Nacht, nachdem das Begräbnis stattgefunden hatte, sah ich einen anderen Traum.
In diesem sah er sehr hübsch aus, und dasselbe Mädchen saß auf dem Bett. Neben ihr sitzend, wiederholte er fortlaufend diesen Vers:

„Friede sei auf euch, da ihr geduldig waret; seht, wie herrlich der Lohn der Wohnstatt ist!“ (Ar-Ra’d:24)

[al-Mawaa'idh wal-Majaalis: 40-42]

Übersetzung aus: Stories of Repentance von Muhammad Abduh Mughawiri

Quelle: http://schams.wordpress.com/

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