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Donnerstag, 20. Januar 2011

Ich war krank, und du hast mich nicht besucht!

Ich war krank, und Du hast mich nicht besucht


O Diener Allahs, fürchtet Allah; mit der Furcht vor Allah erlangt man den höchsten Grad der Taqwa, und die Taten werden gereinigt. Gedenkt Seiner und dankt Ihm stets; im Gedenken an Allah finden die Herzen Ruhe, und durch den Dank, bleibt Euch Euer Segen erhalten. Verrichtet rechtschaffene Taten, denn die beste Vorkehrung sind rechtschaffene Taten.

Geschwister, gute Taten im Islam umfassen alle Arten der Rechtschaffenheit. Jede rechtschaffene Tat, sprich jedes gute Verhalten – ist eine gehorsame Handlung, und eine Tat die Allah gefällt.

Wenn der Muslim spricht, ist es ein freundliches Wort. Wenn er geprüft wird, zeigt er tadellose Geduld, und wenn er sich streitet (unterschiedlicher Meinung ist), vergibt er großzügigerweise.

Die Reinheit des Deen und die Schönheit der Shariah wird klar, noch klarer mit gutem Charakter und aufrichtigen Taten, die der Muslim seinen Brüdern gegenüber zeigt.





Der Gesandte Allahs (sallallahu alayhi wa sallam) sagte: „Ein Muslim hat einem anderen Muslim gegenüber sechs Pflichten:

1) Wenn du ihn triffst, grüße ihn.
2) Wenn er dich einlädt, sollst du seine Einladung annehmen.
3) Wenn er dich um Rat bittet, rate ihm aufrichtig.
4) Wenn er niest und Allah (mit den Worten Alhamdulillah) lobt, dann antworte ihm (mit den Worten ‘Yarhamuk Allah’).
5) Wenn er krank ist, sollst du ihn besuchen, und
6) wenn er gestorben ist, folge ihm (seinem Begräbniszug). [Muslim]

Es gehörte zu den Umgangsformen der Salaf, dass, wenn sie einen von ihren Brüdern vermissten, sie sich nach ihm erkundigten. Wenn dieser weg war, dann sprachen sie Bittgebete für ihn und kümmerten sich während seiner Abwesenheit um seine Familie, und wenn er anwesend oder krank war, besuchten sie ihn.
Al-A’mash sagte: „Wir pflegten zusammen zu sitzen, und wenn wir eine Person drei Tage lang nicht sahen, erkundigten wir uns nach ihm, und wenn er krank war, besuchten wir ihn.“

Der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) hat gesagt: “Solange ein Muslim beim Besuch seines kranken Glaubensbruders ist, genießt er die Paradies-Khurfa, bis er heimkehrt.
Man fragte ihn: “O Gesandter Allahs! Was ist die Khurfa des Paradieses?”
Er antwortete: “Seine vollreifen Früchte.” [Muslim]

Allah, der Mächtige und Erhabene, wird am Tage der Auferstehung sagen: „O Sohn Adams, Ich war krank, und Du hast mich nicht besucht.“
(Der Mensch) wird antworten: „O Herr, wie kann ich Dich besuchen, wo Du (doch) der Herr der Welten bist!“
(Allah) wird sagen: „Wusstest du nicht, dass einer meiner Knechte krank war, und du hast ihn nicht besucht? Wusstest du nicht, dass wenn du ihn besucht hättest, du Mich bei ihm gefunden hättest?” [Muslim]

Der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) sagte: „Wenn ein Muslim einen Kranken am Morgen besucht, beten für ihn 70.000 Engel bis zum Abend, und wenn er ihn am Abend besucht, beten für ihn 70.000 Engel bis zum Morgen.”[at-Tirmidhi]

Der Gesandte Allahs (sallallahu alayhi wa sallam) sagte: „Jedem, der einen Kranken oder einen Bruder nur um Allahs willen besucht, verkündet ein (himmlischer) Rufer: ‘Mögest du glücklich sein! Möge dein Weg gesegnet sein! Und mögest du einen angenehmen Aufenthalt im Paradies (als Belohnung) bekommen!’„ [at-Tirmidhi]

Zu der Etikette eines Krankenbesuches gehört es, an seinem Kopf zu stehen, die Hand auf die Braue oder auf die schmerzende Stelle zu legen, und zu sagen: “Gute Besserung! Es ist reine Sühne, so Allah will!”
(im Original: “Lâ Ba´sa. Tahûrun, in schâ´ALLÂH.“) [Bukhari]

Es ist wünschenswert, dass der Besucher viele Bittgebete für den Kranken spricht.

Ibn `Abbas (radiyAllahu anhu) berichtete: „Der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) hat gesagt: “Wenn man einen kranken, dessen Stunde noch nicht geschlagen hat, besucht und siebenmal bei ihm spricht: ‘Ich bitte Allah, den Allmächtigen, den Herrn des Allmachtthrons, dich zu heilen’*, so wird Allah ihn von dieser (seiner) Krankheit heilen.
(*im Original: As´alu-LLÂH-al-`azîm, rabb-al`arschil-`azîm an yaschfîka.)
[Abu Dawud, Tirmidhi]

Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, pflegte, wenn er einen Kranken besuchte oder dieser zu ihm gebracht wurde, zu sagen: 
 
»Nimm die Schmerzen, O Herr der Menschen! Heile denn Du bist Der, Der wirklich heilt.
Es gibt kein Heilen außer Deinem Heilen denn da kann nichts vom Leid bleiben.« [Bukhari]

Zu den Etiketten eines Krankenbesuches, derer man sich bewusst sein sollte, gehört: dass der Besuch nicht zu lang dauern sollte, man nicht viel über den Kranken erfragen sollte, nicht viel sprechen sollte, nichts erwähnen sollte, was ihn beunruhigt oder seinen Schmerz verstärkt, noch sollte man einen Freund erwähnen, den er nicht mag, oder einen Feind, auch sollte man nicht über seine Familie und Kinder sprechen, außer nur Gutes, dies alles, um ihm Güte zu zeigen.

Ein Mann besuchte Umar ibn Abdul-Aziz als er krank war, und fragte ihn nach der Ursache seiner Krankheit, also informierte er ihn.
Der Besucher sagte: „So und so hat sich von diesem Problem nie erholt und starb auch daran.“
Umar sagte dann zu ihm: „Wenn du einen Kranken besuchst, dann erwähne nie die Toten in seiner Gegenwart, und wenn du gehst, komm nicht mehr wieder.“

Sufyan ath-Thawri sagte: „Die Dummheit von Besuchern ist für den Kranken schlimmer als die Krankheit selbst; sie kommen zur falschen Zeit und bleiben zu lange.“

Wenn die kranke Person öfter besucht werden möchte, und es ihm nicht schadet, dann besteht kein Problem, hängt alles von der Situation ab.
Vielleicht möchte er nur mit seinen engen Freunden und Verwandten sitzen, und langweilt sich mit anderen.
Wenn der Besucher das Gefühl hat, dass der Kranke wieder gesund werden wird, dann sollte er ihn zur Geduld aufrufen und frohe Botschaft geben. Er sollte versuchen, dass der Kranke sich gut fühlt – ihn aufmuntern, und die Tore der Hoffnung für ihn öffnen.

Al-Hasan beschrieb die Krankheit folgendermaßen: „Bei Allah, dies sind nicht die schlimmsten Tage für einen Muslim, wenn sein Tod ihm nahe gebracht wird, und er an die Rückkehr zu Allah erinnert wird, die er vergessen hat, und seine Sünden ausgelöscht werden.“
Wenn er einen Kranken besuchte, der geheilt war, sagte er:
“O so und so, Allah hat dich ermahnt, also erinnere dich daran, und Er hat dir Aufschub gewährt, also danke ihm.“


Sehen sie denn nicht, dass sie in jedem Jahr einmal oder zweimal geprüft werden? Dennoch bereuen sie nicht und lassen sich nicht ermahnen. [9:126]



Also fürchtet Allah O Muslime und schützt das Recht Eurer Brüder, erfüllt Eure Pflichten, Eure Belohnung wird groß sein.
[Zusammengefasst und übersetzt aus einer Khutbah von Sh. Salih ibn Humaid]
 
Quelle: Ukhtukum Fi Sabil Allah ♥ Muhajira ♥ per Email

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