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Samstag, 29. Januar 2011

Wie trainiere ich meine Vergesslichkeit?


Wie man sein Gedächtnis stärkt und Vergesslichkeit bekämpft

(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)



Frage:
Ich neige dazu, Dinge zu vergessen, was meine täglichen Aufgaben beeinträchtigt.
Können Sie mir irgendein Verfahren gemäß Qur’ân und Sunnah empfehlen, was mir helfen könnte?


Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh.
  Vergesslich zu sein ist die Natur des Menschen, wie ein arabischer Dichter sagte:

„Er wird nur Mensch (Insân) genannt aufgrund seiner Vergesslichkeit (Nasiyân), und es
wird nur das Herz (al-Qalb)  genannt, weil es sich so schnell ändert (yataqallib).“
 
In der damaligen Zeit sagten sie, dass der erste, der vergaß (Awwal Nâsin), der erste Mann war (Awwal al-Nâs), womit sie Âdam (Friede sei mit ihm) meinten. Vergesslichkeit ist etwas, das von Mensch zu Mensch variiert, entsprechend der Natur jeder einzelnenPerson; manche Menschen sind vergesslicher als andere. Einige Dinge, die helfen können, Vergesslichkeit zu bekämpfen, sind folgende:

1. Sich von Sünden fern halten, denn die üblen Auswirkungen der Sünden führen zueinem schlechten Gedächtnis und zur Unfähigkeit, Wissen zu behalten. Die Finsternis der Sünde kann nicht neben dem Licht des Wissens existieren.
Folgende Worte wurden al-Shâfa’i (möge Allâh barmherzig mit ihm sein) zugeschrieben:

„Ich beklagte mich bei [meinem Sheikh] Wakî’ über mein schlechtes Gedächtnis, und er lehrte mich, dass ich mich von Sünden fern halten solle. Er sagte, dass das Wissen Allâhs Licht ist, und das Licht Allâhs wird nicht dem Sünder gegeben.“

Al-Khatîb berichtete in al-Jâmi’ (2/387), dass Yahya Ibn Yahya sagte: 

„Ein Mann fragte Mâlik Ibn Anas: ‚O Abu ‘Abd-Allâh! Gibt es irgendetwas, das mein Gedächtnis verbessert?’ Er sagte: ‚Wenn irgendetwas es verbessert, so ist es das Unterlassen von Sünden.''
Wenn eine Person eine Sünde begeht, überwältigt es ihn, und dies führt zu Kummerund Sorgen, was ihn die ganze Zeit an das denken lässt, was er getan hat. Dies trübt seine Sinne und lenkt ihn von vielen nützlichen Dingen ab, einschließlich der Suche nach Wissen.

2. Häufiges Gedenken Allâhs, gepriesen sei Er, durch das Rezitieren von Dhikr, Tasbîh (‘Subhân Allâh’ sagen), Tahmîd (‘Al-hamdu Lillâh’), Tahlîl (‘Lâ ilâha ill-Allâh’) und Takbîr (‘Allâhu akbar’), usw. Allâh sagt (ungefähre Bedeutung):

{„…Und gedenke deines Herrn, wenn du (etwas) vergessen hast…” }[al-Kahf 18:24]

3.  Nicht zu viel essen, weil zu viel essen einen dazu bringt, zu viel zu schlafen und faul zu werden, und es trübt die Sinne; außerdemsetzt es einen der Gefahr körperlicherKrankheiten aus. Die meisten Krankheiten, die wir sehen, entstehen durch Essen und Trinken.

4. Einige Gelehrte erwähnten bestimmte Nahrungsmittel, die die Gedächtnisleistung erhöhen, wie z.B. das Trinken von Honig, das Essen von Rosinen und das Kauen bestimmter Arten von Gummiharz.

Imâm al-Zuhri sagte:

„Du solltest Honig essen, denn er ist gut für das Gedächtnis.“

Er sagte außerdem:
„Wer auch immer sich einen Hadîth einprägen will, der soll Rosinen essen.“ (Aus al-Jâmi’ von al-Khatîb, 2/394).

Ibrâhîm Ibn [hier fehlt ein Name] sagte:
„Du solltest Gummiharz kauen, denn es gibt dem Herzen Energie und wirkt Vergesslichkeit entgegen.“ (Aus al-Jâmi’ von al-Khatîb, 2/397)

Weiterhin erwähnten sie, dass zu viel säurehaltiges Essen eine der Ursachen der Faulheit und eines schwachen Gedächtnisses ist.

5. Eine andere Sache, die dem Gedächtnis helfen und Vergesslichkeit reduzieren kann, ist das Schröpfen (Hijâmah) des Kopfes, was aus Erfahrung bekannt ist. (Für nähere Informationen siehe Al-Tibb al-Nabawi von Ibn al-Qayyim).

Und Allâh weiß es am besten.
Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

  Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 3328)

Es gibt ein sogenanntes „Golden Age“-Alter, in dem man am besten auswendig lernen kann: bis zum 23 Lebensjahr! .
Die Rechtsgelehrten vertreten die Ansicht, dass wahres Wissen nur im Kopf vorzufinden ist.
Ein Beispiel dafür: Ein früherer Islamstudent, wo es noch keine Druckmaschinen etc. gab, hat 1 Jahr gebraucht, um ein bestimmtes Buch abzuschreiben. Als er es abgeschrieben hatte, wurde er auf der Straße von Dieben überfallen. Er bat sie alles zu nehmen, was sie wollten, doch sie sollten ihm bitte nicht seine beschriebenen Blätter nehmen, da er so lang gebraucht hatte, das Buch abzuschreiben. Die Diebe waren da erst recht heiß, ihm seine Blätter aus Trotz wegzunehmen. Da dachte sich der Student: SubhanAllah, wahres Wissen kann man nur im Kopf/Gedächtnis haben!
So zog er daraus seine Lehre in der Zukunft auswendig zu lernen, um so das Wissen für sich behalten zu können.
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Folgende Dinge, sind der Schlüssel zu einem besseren Erinnerungsvermögen


1. Aufrichtigkeit
Es nur für Allah zu tun, bedeutet nie die Motivation zu verlieren.


2. Duaa machen
Duaa sollte man nie unterschätzen. Da es eines der besten Wege ist, Erfolg zu erlangen.
Empfehlung: Duaa beim Trinken von Zamzam-Wasser machen!


3. Fernhalten von Sünden!!
Sünden zerstören das Erinnerungsvermögen und beeinträchtigen überhaupt das Lernvermögen.
Das Fatale: Man vergisst sogar das bereits Gelernte! Frühere warnten die Lehrer ihre Studenten vor Sünden und folglich warnten sich die Studenten untereinander vor Sünden.
Imam Al-Schafii (rah) ging einst zu Waki’ Ibn Al-Jarrah und beschwerte sich über sein schwaches Erinnerungsvermögen. Als ernsthaften Rat gab Waki’ ihm zu Antwort: ,, Halte dich fern von Sünden, denn das Wissen ist wie ein Licht, das Allah (swt) Seinem Diener gibt und Allah (swt) wird Sein Licht nicht einem Sündigen geben.


4. Mit Bedacht und Geduld arbeiten
Man sollte die Sache langsam angehen und sich nicht zu sehr überschätzen. Der Schüler heutzutage hat zu wenig Geduld und will viel zu viel auf einmal erreichen. Doch alles braucht seine Zeit.


5. Notizen/ Protokoll führen
Bsp.: Wenn man zu einem Vortrag geht, welches auf Video/Audio aufgenommen wird, macht man sich keine Notizen, weil man sich denkt: „Da es ohnehin aufgenommen wird, gucke ich mir die DVD an und mach mir dann Notizen…“, was man dann doch nicht tun und so vergisst man den Inhalt des Vortrages.


6. Der richtige Zeitpunkt
Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Menschen am Morgen nach dem Fadjr-Gebet die höchste Leistungsfähigkeit besitzen.
Bis in die Mittagsstunden sinkt darauf die Leistungskurve rapide ab, um ab dem frühen Nachmittag wieder deutlich anzusteigen. In der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr folgt daraufhin meist ein Leistungshoch, das jedoch spürbar unter dem des Vormittags bleibt. Ab etwa 21 Uhr lässt sich bei den meisten Menschen anschließend erneut ein erheblicher Abfall in der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit beobachten.
(Deshalb geht man als Schüler so früh zur Schule)


7. Die körperliche Haltung
Die richtige Haltung nach Sunnah ist wie man im Taschahhud sitzt.


8. Bestimmte Seiten/Blätter zum Lernen benutzen
Nur 1 bestimmte Seite benutzen, wo die Notizen zum Lernen draufstehen, denn man hat im Kopf eine visuelle Vorstellung von den Notizen auf dem Blatt.


9. Never ever give up
Wenn du aufhörst mit dem Lernen, wirst du dir nicht nur kein Wissen mehr aneignen, sondern auch das Gelernte wieder vergessen!


10. Wiederholen und Überblick verschaffen
Wissen über erneute Male zu wiederholen lässt sich mechanisch auswendig lernen. Iman Az-Zuhri (rah) lernte Hadithe und als er nach Hause kam, trug er sie seiner Tochter vor, die nichts von dem Gesagten verstand. Er tat dies aber nur, um die Hadithe für sich nochmal laut wiederholt zu haben, um sicher zu gehen, dass er sie nicht so schnell vergisst. Bespreche dein Gelerntes mit deinen Brüder oder Schwestern.
Nötigenfalls kannst du auch deinen Teddybären zu Hilfe nehmen.


11. Lasse Taten folgen
Nach Wissen, zu praktizieren ist eine 100% Garantie das Wissen niemals zu vergessen. Dieser Prozess lässt sich bei Bittgebeten beobachten, die man öfter oder nie verwendet.


Eine kleine Geschichte:
Ein damaliger Student suchte vergeblich nach einem bestimmten Wort in den Wörterbüchern und war erfolglos gezwungen seinen Gelehrten zu fragen. Der Sheikh nannte ihm das Wörterbuch, das Band (mehrbändig), die Seite UND die gesamte Beschreibung des Wortes und zwar AUSWENDIG AUS DEM KOPF! Der Student ging in die Bücherei und schnappte sich das Buch und subhanAllah er fand das Wort und genau die exakte Beschreibung, wie ihn ihm der Sheikh aufgesagt hatte! Der Student ging zurück zum Sheikh, las ihm den Text nochmals vor und fragte ihn, ob es sein könnte, dass er das Buch heute Morgen erst in der Hand gehabt hätte und daher so gut Bescheid wüsste? Der Sheikh jedoch versicherte ihm: ,,Nein, das hatte ich gelernt gehabt, als ich 17 Jahre war.“  ALLAHU AKBAR!



12. Qur’an
Es fällt auf, dass Geschwister, die den Qur’an auswendig gelernt haben, später problemlos noch andere Islambücher auswendig lernen können.
Nein, es ist kein Wunder. Es ist das Wort Allahs (swt), dass deinem Gedächtnis den gewissen ‘Kick‘ gibt. Es stärkt die Gehirnstruktur und somit auch deine Fähigkeit etwas auswendig zu lernen.


13. Lehren / Unterrichten
Der beste Weg, um Gelerntes nicht zu vergessen, ist es das Gelernte weiterzulehren. Je mehr du unterrichtest, desto mehr setzt du dich mit dem Wissen auseinander; du machst dir Gedanken darüber und du lernst mehr und mehr dazu!
‘Ali  (r) verglich üblicherweise das Wissen mit Geld: Dabei sagte er: ,,Das Wissen ist besser als Geld. Es schützt dich, aber du musst das Geld schützen! Es wird mit der Zerstreuung/dem Weitergeben immer mehr, das Geld hingegen wird beim Ausgeben immer weniger!’


14. Al-Hijama
Der Gesandte Allahs(s) sagte, dass Al-Hijama hilft, das Gedächtnis/ Erinnerungsvermögen zu stärken.


15. Honig
Honig ist gut für das Gedächtnis, da er zuckerfreie Moleküle hat und das Gehirn am meisten Zucker aufnimmt. Außerdem gelingt die Energie schnell zum Gehirn.
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Der Vortrag ist hier nochmal zum Anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=aQRZocj0CL8


http://lebedenislam.wordpress.com/2010/02/13/starkung-des-erinnerungsvermogen/





Quelle: Ukhtukum Fi Sabil Allah ♥ Muhajira ♥

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