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Freitag, 18. März 2011

Djumu'a Khutba - Die Versuchung des Besitztums

Die Versuchung des Besitztums

Der Erhabene Allah machte die Armut und das Reichtum zu Ursachen der Versuchung, mit der man die Dankbarkeit der Reichen und die Geduld der Armen prüft. Er machte diese Welt zu einem vergänglichen Genuss, die mit Leidenschaften umgeben ist. Die Basis dieser Leidenschaften ist das Besitztum. Dies ist eine
Versuchung dieser Ummah, genauso wie es der Gesandte, salallahu alaihi wa sallam, sagt: "Jede Ummah hat eine Prüfung und die Prüfung meiner Ummah ist das Besitztum." (Tirmidhi)

Das ist ein Maßstab der Prüfungen, genau so wie es der Erhabene sagt: "Eure Reichtümer und eure Kinder sind wahrlich eine Versuchung.“ (At-Taghabun 15)

Dies ist eine Ursache des Irrtums der Ungläubigen, genau so wie es der Erhabene sagt: "und sind einem gefolgt, dessen Reichtum und Kinder nur sein Verderben verstärkt haben. " (Nuh 21)

Dies beschäftigte die Heuchler anstatt der Demut, wie der Erhabene über sie sagt, dass sie sagten: ""Beschäftigt haben uns unsere Besitztümer und unsere Familien, darum bitte um Verzeihung für uns.""
(Al-Fath 11)

Dies ist jenes, was manche Einzelnen dieser Ummah beschäftigt, genauso wie es der Erhabene sagt: "Das Streben nach Mehr lenkt euch solange ab, bis ihr die Gräber besucht." (At-Takathur 1 und 2)

Manchmal wird dies zum Grund des Verlassens der Religion in eine andere. Deshalb wurde eine Vorschrift errichtet, die Zakah jenen zu geben, dessen Herzen man erwerben will, damit sie den Islam annehmen. Das Besitztum ist eine Versuchung, die einen Gläubigen von seinem Glauben abbringen kann, so wie es der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, sagt:"Ein Mann wird als Gläubiger erwachen und als Ungläubiger schlafen gehen und als Gläubiger schlafen gehen und als Ungläubiger erwachen. Er wird seinen Glauben für den Nutzen des Diesseits verkaufen.“ (Muslim)

Der verfluchte Schaitan bemüht sich eine Intrige über dem Besitzutm des Menschen zu schaffen. Genauso wie es der Erhabene sagt: "und treibe dein Roß und dein Fußvolk gegen sie und habe an ihren Vermögen und Kindern teil und mache ihnen Versprechungen."" - Und Satan verspricht ihnen nur Trug. (Al-Isra' 64)

Das ist einer der Gründe, dass der Mensch nicht demütig ist und die Grenzen des Erlaubten überschreitet. Der Erhabene sagt: "Doch nein! Der Mensch übt Gewalttätigkeit, weil er sich im Reichtum sieht."
(Al-Alaq 6 und 7)

Das Besitztum ist ein Schmuck des Diesseits, aber auch sein Betrug. Der Erhabene sagt: "Besitztum und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Die bleibenden gutenWerke aber sind lohnender bei deinem Herrn und hoffnungsvoller.“ (Al-Kahf 46)

Ein übertriebenes Bestreben um Besitztum zu erlangen, beschädigt den Glauben und erreicht einen größeren Schaden, als es zwei hungrige Wölfe erreichen würden, wenn sie sich in einer Herde von Schafen finden würden.Der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, sagt: " Zwei hungrige Wölfe, die sich in einer Herde von Schafen finden würden, sind nicht schädlicher, als die Gier eines Menschen gegenüber dem Besitztum und der Würde hinsichtlich seines Glaubens." (Tirmidhi)

Die Begier der Seele gegenüber dem Besitztum hat keine Grenze, wenn man sie nicht mit der Zufriedenheit und der Dankbarkeit begrenzt. Der Gesandte Allahs, salallahu alaihi wa sallam, sagt: "Wenn der Sohn Adams zwei Täler von Besitztum hätte, würde er sich ein drittes Tal wünschen. Die Gedärme des Sohnes von Adam kann nichts ausfüllen, bis auf die Erde.“(Buhari und Muslim)

Dies ist jenes, vor dem sich der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, fürchtete, als er sagte:" Ich fürchte mich vor eurer Armut nicht, sondern ich fürchte mich, dass euch diese Welt sich eröffnet und ihr dann auf ihr wetteifert wie die Menschen vor euch und es euch dann verlockt, wie es sie verlockt hat."
(Buhari und Muslim)

Die Armen Muslime, die ins Paradies eintreten werden die reichen Muslime überholen, die ins Paradies eintreten, genauso wie es der Gesandte Allahs, salallahu alaihi wa sallam,sagt: "Die armen Muslime werden einen halben Tag vor den reichen Muslimen ins Paradies eintreten. Dies ist aber 500 Jahre." (Tirmidhi)

Dies ist deshalb, weil sie keine Rechtschaffenheit für ihr Besitzutm abgeben müssen. Weil sie auch keines hatten. Dies bedeutet aber nicht, dass sie nicht die Reichen in den Stufen überholen können wenn sie gute Taten, wie sie vollbracht haben und auch noch von ihrem Besitztum spendeten. Alle Allahs Diener, werden am Tage des Gerichts über das Erlangen seines Besitztum befragt werden, ob er es auf erlaubte oder unerlaubte
Weise erhalten hat? Und für was er es verbraucht hat? Der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, sagte: " Die Beine keines Diners werden sich wegbewegen, ehe er nicht über sein Leben, in was er es verbraucht hat, über sein Wissen, wie er nach ihm gehandelt, über sein Besitzumt wie er es erlangt und in was er es verbraucht hat und über seinen Körper für was er ihn genützt hat, gefragt wird." (Tirmidhi)

Übertriebene Beschäftigung mit dieser Welt, lennkt vom Jenseits ab, so wie es der Erhabene sagt: "Das Streben nach Mehr lenkt euch solange ab, bis ihr die Gräber besucht." (At-Takathur 1 und 2)

Das Besitztum alleine, nähert dem ErhabenenAallah gar nicht. Ihm, dem Erhabenen Allah, nähert das spenden des Besitztums und das Vollbringen von guten Taten, so wie es der Erhabene Allah sagt: ""Und es ist weder euer Gut, noch sind es eure Kinder, die euch Uns nahe bringen werden; die aber, die glauben und gute
Werke tun, sie sollen den zweifachen Lohn für das, was sie getan haben, erhalten. Und in den Obergemächern (des Paradieses) werden sie sicher wohnen." (Saba' 37)

Das Besitztum ist eine Träne von Schmerz und Leid, und sein Sammler ist ein Diener eines anderen. "Er meint, daß sein Vermögen ihn unsterblich mache. " (Al-Humaza 3)

Das Besitzum wird am Ende jemandem anderen gehören und du musst für ihn eine Rechenschaft ablegen. Der Gesandte Allahs, sallallahu alaihi wa sallam, sagte: " Drei Sachen begleiten einen Toten, zwei Sachen kehren zurück und eine bleibt mit ihm. Ihn begleiten seine Familie, sein Besitztum und seine Taten. Seine Familie und sein Besitztum kehren zurück und seine Taten bleiben mit ihm.“ (Buhari und Muslim)

Derjenige, der im Namen Allahs spendet, erkennte den Kern des Besitztums, so wie es der Gesandte Allahs, salallahu alaihi wa sallam, sagt: "Diejenigen, die am meisten hatten, werden am Tage des Gerichts am wenigsten haben, außer derjenige der mit seinem Besitztum es so und so macht, also großzügig spendete. (Buhari und Muslim)

Und der Gesandte Allahs, salallahu alaihi wa sallam,sagte: "Der Sohn Adams sagt: 'Mein Besitztum, mein Besitztum!' Aber hast du sonst was von deinem Besitztum, bis auf das , dass du isst und verbrauchst, oder was du anziehst und zerreisst, oder jenes, was du spendest und das dir nach deinem Tod nützt.“(Muslim)

Ein reicher Glücklicher, ist jener,der während seines Lebens ein Wakf hinterlässt, welches ihm auch nach dem Tod von Nutzen sein wird und derjenige, der ein Vermächtnis hinterlässt, sodass etwas Gutes oder eine nützliche Tat, nachdem er stirbt, vollbringt werden soll.Unter den Menschen gibt es Reiche, auch wenn sie kein Besitztum haben, dies ist deshalb , weil ihre Herzen, mit dem was sie haben, zufrieden sind und weil sie sich vor dem zurückhalten, was sie nicht haben. Der Gesandte Allahs, salallahu alaih wa sallam, sagt: " Das Reichtum ist nicht in der Menge von Besitztum, sondern das Reichtum ist in der Zufiredenheit der Seele." (Buhari und Muslim)

Die ärmsten Reichen sind jene, die nicht spenden, und die reichsten Armen, sind jene, die zufrieden in ihrer Seele sind und unabhängig von den Menschen sind. Die Glücklichsten sind jene, die am meisten demütig gegenüber Allah sind und die sich von den Sünden fernhalten.

Möge der Erhabene Allah uns ein Reichtum für die Seele geben, und halal Besitztum, welches uns eine Unterstützung in der Demut Ihm gegenüber sein wird, und das Er uns hilft, dass wir ihn für Seine guten Zwecke spenden. Amin.

Quelle: Tauhid Moschee Wien

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