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Donnerstag, 3. März 2011

Tagebuch eines Ungeborenen

Tagebuch..





5. Oktober: Heute bin ich entstanden. Bin hier. Ich existiere. Von meiner Existenz weiss weder mein Vater noch meine Mutter.

Bin sogar kleiner als ein Apfelkern. Aber wie dem auch sei, ich bin ich. Ich bin doch existent! Das reicht mir. Zurzeit ist mein Körper nicht ganz deutlich zu erkennen, hab kein Gesicht, aber ich spüre mein Dasein und meine Persönlichkeit. Ich werde ein Mädchen, welches die Blumen im Sommer lieben wird.


19. Oktober: Bin etwas gewachsen. Bewegungen sind noch nicht möglich. Meine Mutter hat es noch nicht bemerkt, aber ich ernähre mich von ihrem Blut. Das warme Blut welches ihr Herz durchströmt, kommt zu mir. Meine Mutter wird mich bestimmt sehr lieb haben. Ich werde für meine Mutter eine schöne Überraschung sein.


23. Oktober: Eine unsichtbare Hand hat begonnen meinen Mund zu formen. Ich spüre die Berührungen auf meinen Lippen. Diese Berührungen werden zu meinen Lippen und zu meinem Gaumen. Stellt euch mal vor, in einem Jahr wird an der Stelle dieser Berührung ein Lächeln blühen, ich werde lachen. Aus meinen Lippen und meiner Zunge werden Wörter strömen.

Wahrscheinlich werde ich als Erstes „Mama!“ sagen. Mama hörst du mich? Ich werde mit dir sprechen. Ich werde dich anlächeln. Für manche bin ich noch nicht mal existent…….Wie ist das möglich? Ich bin doch, und mein Mund, das ein Lächeln verbreiten wird, ist doch am Entstehen.


Und ausserdem, egal wie klein ein Brotkrümel auch ist, es ist trotzdem noch immer ein Brotkrümel. Ist es nicht so meine liebste Mutter? Ach, wenn ich doch nur sprechen könnte.



27. Oktober: Heute bin ich so glücklich. In mir hat eine Bewegung angefangen. Ich hab jetzt ein Herz. Es hat angefangen zu schlagen. Es wird mein ganzes Leben lang so weiterschlagen. Ich werde es mit Liebe füllen. Wie das Herz meiner Mutter….

Wenn meine Mutter wüsste, dass in ihrem Körper zwei Herzen schlagen, wäre sie überglücklich! Hörst du Mama?



2. November : Ich wachse jeden Tag ein bisschen mehr. Meine Arme und Beine haben begonnen sich zu formen. Warte nur bis meine Arme richtig gewachsen sind, dann wirst du sehen wie ich dich umarmen werde Mama. Und wenn meine Füsse dann auch ausgewachsen sind, können wir gemeinsam in unserem Blumengarten herumgehen Mama.


12. November: Ah ja…….Das sind, das sind aber süsse kleine Dinger. Oh mein Gott, meine Finger haben begonnen zu wachsen. Mit denen werde ich Blumen pflücken, die Hand meiner Mutter halten, einen Stift halten. Vielleicht ein schönes Gedicht schreiben.

Mama, bist du dort? Ich kann es kaum erwarten meine Hände in deine zu legen!



20. November: Ahh, endlich…….Meine Mutter ist beim Arzt. Sie weiss jetzt, dass ich da bin………Yuhu! Die Ärztin hat mich mit einem speziellen Apparat gesehen………Ultraschall sagen sie angeblich dazu. Sie hat sogar ein Bild von mir gemacht.

Freust du dich nicht Mama? Bald, in nicht einmal einem Jahr, werde ich in deinen Armen liegen.



25. November: Jetzt weiss auch mein Vater, dass es mich gibt. Aber sie wissen beide noch nicht, dass ich ein Mädchen bin. Ich werde sie überraschen……..

10. Dezember: Heute ist mein Gesicht vollendet. Nun hab ich zwei schöne Augen, eine kleine Nase, Lippen und Wangen……

Ich glaub ich sehe aus wie meine Mutter……



13. Dezember: Mittlerweile ist es mir möglich meine Umgebung zu sehen. Es ist alles so dunkel, aber das macht nichts. Ich bin trotzdem glücklich. Ich lebe und mich gibt es! Nach einer Weile, werde ich das Tageslicht erblicken, die Farben und Blumen kennen lernen. Ich habe davon geträumt, es soll etwas auf der Welt geben, dass sie Regenbogen nennen……..bin schon gespannt darauf es zu sehen….

Meine liebste Mutter, mein liebster Vater, auch eure Gesichter werde ich endlich sehen. Wir werden uns kennen lernen…… glücklich sein…… lachen………



24. Dezember: Meine Ohren hören nun besser als zuvor. Mama, ich höre deine Herzschläge. Kannst du auch das Schlagen meines Herzens hören? Ich erkenne sogar deine Stimme. Du hast so eine süssliche schöne Stimme……. etwas was ich noch nie gehört habe….

Ich werde ein schönes und gesundes Mädchen. Ich werde in deinen Armen schlafen, in dein Gesicht schauen, deiner schönen Stimme lauschen.


Wirst du für mich Schlaflieder singen Mama? Du vermisst mich bestimmt auch schon sehr……. wirst du mich an dich drücken und meinen Duft riechen……. Du wirst mich sehr lieben, nicht wahr?



28. Dezember: Mama, hier passiert etwas. Warum schaut die Ärztin so unglücklich drein?….
Es scheint so, als ob du Schmerzen hättest. Deine Herztöne haben sich geändert…… Du bist nun still.
Warum sprichst du nicht mehr mit mir Mama? Mutter………..Mutter…….liebste Mutter.
Ich spüre etwas kaltes im Gesicht…..
Mama, die zerstückeln mein Gesicht……….. Mamaaaa, mach was……..
Mama, die reissen an meinem Arm…..Mama bitte
Mama, ich habe Schmerzen…… Mama
Dieses Ding zerfleischt mir meine Füsse…….. Sie haben die Nabelschnur durchtrennt, welche mich mit dir verbunden hat…….
Mamaaa mein Herz zerreisst…….liebste Mama……Mama…….Mam…….Ma



Sie haben die Abtreibung erfolgreich überstanden…….Gute Besserung!

Übersetzung aus dem Türkischen


Quelle: http://schams.wordpress.com

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