Labels

99 Namen (35) Akhlaq (8) Allah (52) Ausflug (11) Avatare (6) Bilder / Grafik (177) Bildung (4) Bittgebet / Dua (4) Blumen / Garten (25) Bücher (12) Dawa (6) Djumu'a Khutba (17) Downloads (18) Ehe (11) Eid / Fest (16) Eltern (16) Familie (28) Fasten (31) Fragen (15) Frau (27) Gebet (13) Gedicht (32) Geschichte (65) Glaubensgrundsätze (7) Hadithe (48) Hajj / Hidschra (11) Himmel / Landschaft (28) Hölle (7) Ibada (16) Kinder (19) La Tahzan (46) Lailat Al-Qadr (7) Leben (21) Nasheed (6) Paradies (13) Propheten (25) Quran (64) Ramadan (48) Religion (23) Salaf - Sahaba (11) Schaitan (7) Signatur (3) Sunna (10) Texte (55) Tiere (9) Tipps (32) Tod (14) Urlaub (6) Video (24) Weg zum Islam (6) Wissen / Ilm (21) Worte (9) Wunder (17) Zakat (4) Zitate (4) Zum Nachdenken (58)

Freitag, 12. August 2011

Der Islam und die Bildung der Frau (Teil 1 + Teil 2)

Der Islam und die Bildung der Frau (Teil 1)


Einige Gegner des Islâm und andere, unwissende Menschen versuchen die Wahrheit gezielt zu vertuschen und behaupten, dass der Islâm nicht zur Bildung der Frau aufrufe, sondern vielmehr bevorzuge, dass sie unwissend bleibe.

Das ist nichts als eine klare Verleumdung gegen den Islâm, denn es gibt wahrlich keine andere Religion, kein anderes System oder keine andere Weltanschauung außer dem Islâm, die den Menschen mehr dazu anhält sich Wissen anzueignen, indem er die Menschen, unabhängig ob Mann oder Frau, dazu auffordert, mit allen Mitteln Wissen in den verschiedensten Gebieten zu erlangen, Erkenntnisse zu sammeln und zu forschen. Der Islâm zeigt uns, dass der wahre Weg, Allâh zu erkennen, den Glauben an Ihn wahrhaft zu verwirklichen und sich Seinem Gesetz zu unterwerfen, nur durch die Erlangung von Wissen beschritten werden kann.

Sind denn die Verse, mit denen Allâh die Offenbarungen an Seinen Propheten –Friede und Segen seien auf ihm- begann, nicht Beweis genug für dieses Faktum? In Sûra Al-Alaq, der ersten Offenbarung, heißt es: „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel! Lies, und dein Herr ist der Edelste, Der mit dem Schreibrohr gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste!“ (Sûra 96:1-5).
Es ist die Anordnung zu lesen, im Namen Allâhs, des Erschaffers, Der den Menschen, sowohl Mann als auch Frau, aus einem Blutklumpen erschuf. In diesen Versen liegt der Hinweis darauf, dass die Schöpfung die Quelle für die Erkenntnisse ist, durch die der Mensch Allâh erkennt. Und das Forschen in der Schöpfung Allâhs ist ja der stärkste und beste Weg für Leute, die sich des Wissens verschrieben haben und Dingen auf den Grund gehen, wo sie auch immer sein mögen und mit welcher Wissenschaft sie sich auch befassen mögen.
Die Offenbarung begann also mit der Aufforderung zu lesen, da das Lesen das wichtigste Mittel zur Festigung von Erkenntnissen und deren Ausführung ist. Und das Lesen ist dem Schreiben nachgestellt, und aus diesem Grund verdeutlicht uns Allâh Seine Güte, da Er uns durch die Feder lehrte, dem bedeutendsten der Schriftwerkzeuge. So lehrte Allâh Mann und Frau, was diese nicht wussten.

Die Aufforderung, mit der Allâh von Beginn der Offenbarung der islâmischen Lehre den Menschen zur Erlangung von Wissen anhielt, ist der offensichtlichste Beweis für die Gleichstellung zwischen Mann und Frau in Bezug auf Bildung und der Handhabung der beiden miteinander verknüpften Hilfsmittel Lesen und Schreiben.

Und da nun einmal das Wissen der einzige Weg ist Allâh zu begreifen, den Glauben an Ihn zu verwirklichen und die Gesetze Seiner Religion zu erlernen, was eine Pflicht für jeden Menschen darstellt, sowohl für den Mann wie auch die Frau, ist es für jeden Muslim und jede Muslimin unabdingbar, sich das an Wissen anzueignen, was einem dazu verhilft, seine persönliche Verantwortung vor Allâh auszuüben.

Mann und Frau werden in diesem Leben geprüft und tragen die Verantwortung dafür, wie sie sich verhalten, solange sie sich im Rahmen der Verantwortlichkeit befinden; und das sind sie, solange sie Verstand, Kontrolle und Handlungsmöglichkeit besitzen. Und dass der Mensch verantwortlich für seine Taten ist, bedeutet, dass er sich Wissen aneignen muss, mit dem er zwischen Wahrheit und Lüge, Gutem und Schlechtem, Schaden und Nutzen unterscheiden und die Grenzen seiner Verantwortung vor Allâh erlernen kann.

Der Islâm legt viel Wert auf die Bildung der Frau, damit sie ein nutzbarer Faktor zur Verbesserung einer nach Perfektion strebenden, islâmischen, ruhmreichen, starken, sicheren und zufriedenen Gemeinschaft wird.

Um dieses Ziel zu verwirklichen, wurde viel Wert darauf gelegt, der Frau die Teilnahme an den großen wie auch den kleinen allgemeinen islâmischen Versammlungen nahe zu legen. Ebenso wie am Gemeinschaftsgebet, dem Freitagsgebet und dem Festgebet und deren Predigten teilzunehmen, sofern kein Hinderungsgrund (wie z. B. die Monatsblutung) zur Verrichtung des Gebets besteht.

Ebenso die Aufforderung, die große und die kleine Pilgerfahrt (Haddsch und Umra) zu unternehmen und an lehrreichen Sitzungen teilzunehmen.

Allâh hat die Frauen mit dem angesprochen, womit Er auch die Männer angesprochen hat; so ist sie in den allgemeinen Anreden, in denen Allâh die Männer anspricht, automatisch mit einbezogen, und zwar im Bestreben, sie auf islâmischen Gebieten zu belehren und auszubilden und sie in die allgemeinen Angelegenheiten der Muslime mit einzubeziehen.

Führen wir uns die herrschende Lebensweise vor Augen, dann begreifen wir, wie wichtig eine Frau mit guter Ausbildung und gutem Charakter für ihre Familie und auch für die Gesellschaft ist. Denn je positiver der Einfluss der Frau innerhalb ihrer Familie ist, desto besser wird auch der Nachwuchs. Und ist ihr Einfluss negativ, ist das Gegenteil der Fall.

Nicht zu vergessen ist auch ihr überzeugender Einfluss auf die Männer ihrer Familie, seien es ihr Mann, ihr Vater oder ihr Bruder.

Ihr positiver Einfluss auf die Familie ist wichtiger als der positive Einfluss des Mannes, da sie in ihrer Beeinflussung auf die positive wie auch negative Charakterbildung der Kinder den Mann übertrifft, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Wegen ihrer von Allâh verliehenen Mildtätigkeit, ihrer natürlichen Nachgiebigkeit, ihrer Einfühlsamkeit zu kleinen Kindern und ihrem Verständnis. Das alles trägt dazu bei, dass sie die Kinder in ihr Herz schließen, Vertrauen zu ihr aufbauen und sie so zum Vorbild für das Verhalten der Kinder wird.

2. Wegen ihrer ständigen Nähe zu den Kindern: Das führt bei den Kindern, die von ihrer natürlichen Veranlagung her sehr aufgeschlossen und aufnahmewillig sind, zur Nachahmung der Mutter und ihrer Gewohnheiten.



Der Islam und die Bildung der Frau (Teil 2) 

Dieser große Einfluss auf die Erziehung der Kinder innerhalb wie auch außerhalb der Familie, macht es unabdingbar, der Frau eine niveauvolle Ausbildung zuteil werden zu lassen, so dass sie zu einem guten Vorbild wird.

Dies erreicht man jedoch nur, wenn man sie das lehrt, was sie zu einer konstruktiven, islâmischen Erzieherin macht. Ihre von Allâh verliehene Mildtätigkeit und Sanftmut nutzen dabei, sie mit dem Licht des Imân (Glaubens) und des Guten auszustatten, damit sie diese dann der Generation, deren Erziehung sie übernimmt, weitergeben kann.


So bemerken wir, wenn wir anständige, wohlerzogene Kinder sehen und nach dem Grund forschen, dass auch deren Mütter anständig, tugendhaft und gebildet sind, selbst wenn der Vater nicht diesem entspricht. Ebenso liegt, wenn wir unartige und verzogene Kinder sehen, der Grund dafür meistens darin, dass die Mutter diesem annähernde Eigenschaften aufweist, auch wenn der Vater fromm und anständig ist.


Es ist also nicht verwunderlich, dass der Islâm hinsichtlich der Notwendigkeit der Vorbereitung der Frau auf eine ausgezeichnete Erzieherin dazu aufruft, die Frau auszubilden. So stellte der Prophet Muhammad –Friede und Segen seien auf ihm- den Frauen neben den Unterrichtssitzungen, die sie mit den Männern teilten, zusätzlich bestimmte Tage zur Verfügung, damit sie von ihm (Möge Allah ihn in Ehren halten und bewahren) das lernen, was speziell ihre Angelegenheiten betrifft. Und als Folge ihrer geistigen Reife scheuten sie sich nicht davor, den Propheten direkt danach zu fragen. So berichten Al-Buchâriî und Muslim, dass Sa’îd Al-Chudrî sagte: „Es kam eine Frau zum Gesandten Allâhs–Friede und Segen seien auf ihm-) und sagte: «O Gesandter Allâhs! Die Männer nehmen von dir das Wissen. So bestimme auch für uns einen Tag von dir aus, an dem du uns von dem lehrst, was Allâh dich lehrte!» Er entgegnete: «Kommt am Tag soundso zusammen!» Da kamen sie zusammen, und der Prophet –Friede und Segen seien auf ihm- lehrte sie von dem, was ihn Allâh gelehrt hatte. Dann sagte er ihm Wohlergehen schenken: «Für jede Frau unter euch, der drei ihrer Söhne verstorben sind, werden diese für sie Schutz vor dem Feuer sein.» Da fragte eine Frau: «Und zwei?», Der Gesandte Allâhs ihm Wohlergehen schenken erwiderte: «Und zwei!»“


Natürlich ist der Islâm mit seinen Regeln, Rechten und Pflichten zu Männern und Frauen gleichermaßen gekommen, doch gibt es Angelegenheiten und Probleme, die speziell die Männer oder speziell nur die Frauen betreffen. Den Männern fiel es leicht, über diese Angelegenheit Auskunft zu erhalten, da sie die ständige Nähe des Propheten genossen und sich nicht scheuten, ihn in irgendeiner Angelegenheit zu fragen. Die Frauen waren dazu jedoch nicht immer in der Lage, da sie sich, auch wenn sie an den Sitzungen des Propheten – Friede und Segen seien auf ihm- teilnahmen, schämten, nach diesen Angelegenheiten zu fragen.


Aus diesem Grunde war die private Sitzung mit dem Propheten, nach dem die Gefährtin voller Entschlossenheit gefragt hatte, die beste Lösung, den Frauen bei ihren persönlichen Angelegenheiten und Problemen weiterzuhelfen. Das wusste der Gesandte Allâhs –Friede und Segen seien auf ihm- und deshalb stimmte er ihr zu.


Und das ist auch die Lösung, die Bildung der Frau zu verwirklichen und sie aus der Dunkelheit der Unwissenheit ins Licht der Erkenntnis zu führen, damit sie ihrer Verantwortung nachkommt, ihre Pflichten erfüllt, ihre Keuschheit und Moral bewahrt und nicht durch die Krankheiten der vermischten Gesellschaften, in denen Gelüste und Sündhaftigkeit und andere schimpfliche Taten verbreitet sind, in Gefahr gebracht wird. Denn das richtige Wissen ist der erste Grundstein bei dem Versuch, die Gesellschaft als Kollektiv zu verbessern. Und da die Frauen der Ansâr (die früheren Bewohner Medinas, die die Auswanderer aus Mekka unterstützten) entschlossen waren, danach zu fragen was ihre persönlichen Angelegenheiten anging, lobte sie ´ischa –Allahs Wohlgefallen auf ihr- , die Mutter der Gläubigen, indem sie sagte: „Möge Allâh Sich der Frauen der Ansâr erbarmen! Ihre Schamhaftigkeit hielt sie nicht davon ab, nach den Angelegenheiten ihrer Religion zu fragen.“


Auf diesem hohen Niveau war also die Bildungspolitik des Islâm für die Frau.


Haben die Gegner des Islâm nach diesen offenkundigen Fakten noch ein Argument, mit dem sie die Menschen in die Irre führen können? Und gibt es nach dieser perfekten Gleichberechtigung von Mann und Frau in Bezug auf Handlungs- und Bildungsfreiheit für die, die das Bild des Islâm entstellen wollen, noch offene Ohren?







Quelle: Weg zum Islam 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen