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Freitag, 31. August 2012

Flecken auf dem Herzen

Ein gläubiger Muslim bekam durch Allahs Gnade einen Sohn geschenkt. Dieser erzog ihn gemäß Qur´an,  in der Hoffnung, er werde den Glauben ebenso achten und folgen, wie er selbst. Je älter sein Sohn jedoch wurde, desto mehr verfiel er dem Shaytan. Er trank und verspielte sein Geld, verrichtete sein Gebet nicht mehr und achtete auch sonst nicht mehr auf Allahs Gesetze.
Eines Tages nahm der Mann seinen Sohn beiseite und sagte zu ihm: "Höre mein Sohn, du bist nun alt genug die Verantwortung für dich selbst zu tragen und zu wissen was richtig und was falsch ist. Ich kann dir nichts mehr beibringen, was du nicht schon weißt. Daher gebe ich dir den Rat zum Glauben zurückzukehren."
Der Vater brachte ein breites, großes Holzbrett und legte es an die Wand: "Dieses Brett symbolisiert deine Seele, schlage bei jeder Sünde einen Nagel in das Brett und wenn du der Sünde überdrüssig bist, verrichte gute Taten und für jede gute Tat reiße einen Nagel wieder heraus."

Der Sohn, der neugierig war, tat wie ihm geheißen wurde. Einige Zeit später, als er wieder mal vom Zechen und Spielen heimkam, schlug er wieder die Nägel des Tages in das Brett. Am nächsten Tag, als er wieder klar bei Sinnen war, ging er hinaus und betrachtete das Brett genauer. Ihm fiel auf, dass das Brett fast nicht mehr zu sehen war und die Nägel es bald ganz verdecken würden und sprach: "Oh Allah, wenn meine Sünden meine Seele ebenso verdunkeln, was wird dann von mir übrig bleiben? Was werden die Menschen sehen, wenn sie mich betrachten?"
Mit der Furcht, dass seine Seele irgendwann ebenso schwer mit Sünden sein würde wie das Brett mit Nägeln, gelobte er Shaytan zu verachten und den Qur´an zu befolgen.

Er verwarf den Alkohol und vergaß seine Spielerfreunde, widmete sich mehr dem Gebet und zog für jede gute Tat einen Nagel aus dem Brett.
Nach einiger Zeit zog er den letzten Nagel und rief seinen Vater: "Vater, sieh! Ich habe den letzten Nagel herausgezogen und mich mit meinen guten Taten von meinen Sünden befreit. InschAllah  ist meine Seele nun ebenso von Allahs(t) Gnade beschienen wie das Brett von der Sonne ohne die Nägel dazwischen."
"Mein Sohn", sagte der Vater "Du hast den Rechten Weg gefunden und ich bin stolz auf dich! Aber sieh dir nun das Brett an, wie es nun aussieht…"

Diese Geschichte liebe Brüder und Schwestern zeigt uns eine gegenwärtige Situation der jungen Muslime. Viele glauben ihre Jugend mit Spaß ausnutzen zu müssen und wenn sie denn älter geworden sind, zu Allah(t) zurückzukehren. Dabei hat Allah(t) für den Jugendlichen, der Allahs Gesetze befolgt großen Lohn versprochen. Je früher ein Muslim sich von der Sünde fernhält und Allahs Wort folgt, desto reiner wird seine Seele am Tage des Gerichts sein,
denn wir nehmen nichts mit in den Tod, außer unseren Taten, mögen sie gute oder böse sein…! Allah leite unsere Jugend recht.


Quelle: http://www.da3wa.net

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